Unternehmen - Technik


92

BR Fernsehen HD

Stand: 01.10.2018

Ausstellungsbesucher der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin betrachten HD-Flachbildschirme  | Bild: picture-alliance/dpa

Am 30. April 2012 schaltete der BR sein Programm als HDTV-Programm in den beiden Regionalvarianten "BR Süd HD" und "BR Nord HD" auf dem Satelliten auf. Der Einstieg in die HD-Übertragung wurde erst möglich, weil an diesem Tag die analoge Satellitenära in Deutschland endgültig zu Ende ging.

Gleichzeitig starteten bei ARD und ZDF auch eine Vielzahl weiterer Programme mit der höheren Auflösung. Mittlerweile sind nahezu alle öffentlich-rechtlichen Programme auch als HD-Programm verfügbar. Auch die Kabelnetzbetreiber übernehmen zunehmend die HD-Programme vom Satelliten und verbreiten sie in ihren Netzen. Vorerst sind alle ARD/ZDF Programme über Satellit und Kabel auch noch parallel in Standardqualität verfügbar.

SAT-Empfang BR Fernsehen Süd HD und BR Fernsehen Nord HD

Satellit: ASTRA 1 N
Transponder: 25
Downlink-Frequenz: 11,582 GHz
Symbolrate: 22,000 MSym/s
Fehlerschutz (FEC): 2/3
Polarisation: horizontal
Übertragungsnorm: DVB-S2 / 8PSK

Alle öffentlich-rechtlichen HD-Programme sind unverschlüsselt und frei empfangbar. Sie lassen sich innerhalb der Ausleuchtzone des Satelliten (Footprint) in weiten Teilen Europas mit einem Sendersuchlauf  finden.

Alles in allem sind für deutsche Haushalte inzwischen 99 HD-Programme (frei empfangbare, HD+ und Pay-TV-Programme) über ASTRA empfangbar (Quelle:SES 2017).

Mehr Zuschauer mit HDTV

Rund 28 Millionen Haushalte in Deutschland empfangen bereits HDTV (Quelle: ASTRA TV-Monitor 2017, TNS Infratest). Das sind fast drei Viertel aller TV-Haushalte. Als Voraussetzung ist ein HD-tauglicher Flachbildfernseher und ein HD-Receiver erforderlich, der auch im Fernsehgerät integriert sein kann. Zusätzlich muss für die Verkabelung zwischen Fernseher und Empfänger ein HDMI-Kabel verwendet werden. Ein Empfang ist via Satellit, Digitalkabel (abhängig vom Kabelnetzbetreiber), IPTV (DSL-Leitung) und über DVB-T2 HD sogar in FullHD-Übertragungsqualität (1080p) möglich. Zuschauer mit HD-Empfang möchten nicht mehr auf die bessere Bild- und Tonqualität verzichten, die vor allem auf großen Flachbildschirmen ihre Wirkung entfalten kann.

Welche Kabelnetz- und IPTV-Anbieter speisen die ARD-HD-Programme ein?

In welchem Umfang die bundesdeutschen Kabel- und IPTV-Netzbetreiber von der Möglichkeit zur Weitersendung der HD-Programme Gebrauch machen werden, entscheiden die Netzbetreiber individuell. Kabelkunden bzw. IPTV-Kunden sollten sich daher direkt an ihren Betreiber wenden.

Hintergrund: Für das Angebot in Kabel- und IPTV-Netzen sind die jeweiligen Betreiber selbst verantwortlich und bieten es daher ihren Kunden direkt an. Allen Betreibern, die über die GEMA einen Vertrag über die Einräumung von Kabelweitersenderechten abgeschlossen haben, steht auch die Einspeisung der HD-Programme frei.


92