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BR in HD

Stand: 02.05.2022

Zuschauerin mit Flachbildschirm  | Bild: BR/Lisa Hinder

HDTV ist das neue Normal.

Im letzten Jahrzehnt hat sich der Anspruch an Bildqualität und Geräteausstattung grundlegend geändert: Mit der gestiegenen Vielfalt an HDTV-Programmen ist die Durchdringung mit HD-fähigen Endgeräte in den Haushalten stark gestiegen. So empfangen inzwischen 91 Prozent der Fernsehhaushalte in Deutschland (Quelle: ASTRA TV-Monitor 2021) die frei verfügbaren Programme ganz selbstverständlich in der besseren Empfangsqualität des HDTV-Formats (1280 x 720 Pixel oder 1920 x 1080 Pixel für Full HD).

Private Free-TV-Programme, die im HD-Format verschlüsselt und gegen eine Servicegebühr zu sehen sind, werden dagegen überwiegend noch im unverschlüsselten SD-Format konsumiert.

2012: "Adieu analog - willkommen digital"

In den frühen Morgenstunden des 30. April 2012 war es soweit: Das BR Fernsehen startete in den beiden Regionalvarianten "BR Süd HD" und "BR Nord HD". Eine halbe Stunde vorher war die Ära der analogen Satellitenverbreitung in Deutschland endgültig beendet: Ein gemeinsamer Schritt der deutschen TV-Veranstalter, der für klare Verhältnisse sorgen sollte. Seither sind deutsche Programme ausschließlich digital auf ASTRA 19,2 Grad Ost vertreten. Die Abschaltung der analogen Verbreitung schaffte auch Platz für Neues: Zahlreiche Dritte Programme starten damals zusätzlich in HD. Das Erste HD sowie das ZDF HD brillieren mit der neuen Auflösung und Detailschärfe bereits seit den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. Doch so richtig ins Rollen kam HDTV erst durch das Ende der analogen Satellitenverbreitung - auch wenn anfangs erst ein Teil der Fernseher in den deutschen Wohnzimmern "HD-ready" war.

Ultra HD kostenintensiv für Sender

Neue Fernsehgeräte und Monitore im Handel sind heute meist 4K-Fernseher bzw. UHD-tauglich. Warum gibt es dann aktuell erst wenige lineare TV-Kanäle in UHD mit der passenden Auflösung?
Ein wichtiger Grund ist der zusätzliche Kostenfaktor für Anbieter: sowohl in der Produktion als auch bei der Übertragung. Die vierfache Auflösung von UHD bzw. 4K (3840 x 2160 Pixel) gegenüber FullHD (1920 x 1080 Pixel) benötigt noch einmal deutlich gesteigerte Kapazitäten im Vergleich zu HDTV. Ein Kompromiss kann der Schritt sein, künftig hochwertige UHD-Produktionen alternativ in der Mediathek bzw. via HbbTV zur Verfügung zu stellen.

Bei den Zuschauerinnen und Zuschauern setzt die UHD-Technologie zudem die neuesten TV-Modelle oder Receiver voraus. Damit das Auge die feineren Details auch auflösen kann, darf es keinen zu großen Abstand zwischen Fernseher und Sofa geben, nur ungefähr die 1fache Bildschirmdiagonale. Bei Displays mit 55 Zoll (ca. 137,5 cm) sind das weniger als 2 Meter Sitzabstand.
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HD auf allen Wegen

Der HD-Empfang ist via Satellit, Digitalkabel, Internet, IPTV und über DVB-T2 HD möglich.

Voraussetzung für HD-Empfang:

  • ein HD-tauglicher Flachbildfernseher
  • oder ein zusätzlicher HD-Receiver, der mit dem Fernsehgerät über die HDMI-Schnittstelle verbunden wird.

Über Satellit sind ARD-Programme in den beiden Bildqualitäten HD und SD zu empfangen. Erkennbar ist die bessere Qualität bei den Programmen am Namen oder am Logo mit HD-Zusatz.

Bei DVB-T2 HD ist das Ausstrahlungsformat für den terrestrischen Empfang mit Full HD (1080p/50) sogar noch höher als bei Satellit (720p/50) ausgelegt.

Livestreams und Mediatheksbeiträge liegen in der Regel in HD vor, hier passt sich die Qualität auch dynamisch den aktuellen Verhältnissen beim Internet-Traffic an. So kann es bei der Auflösung zu Einbußen kommen, wenn massenhaft Zugriffe auf einen Livestream, wie bei einer Fußball-WM, zu verzeichnen sind.

Welche Kabelnetz- und IPTV-Anbieter speisen die ARD-HD-Programme ein?

Auch viele Kabel- und IPTV-Netzbetreiber speisen die öffentlich-rechtlichen HD-Programme ein. Die Entscheidung dafür oder dagegen liegt beim einzelnen Netzbetreiber. Für das Angebot in Kabel- und IPTV-Netzen sind die jeweiligen Betreiber selbst verantwortlich und bieten es daher ihren Kunden direkt an. Allen Betreibern, die über die GEMA einen Vertrag über die Einräumung von Kabelweitersenderechten abgeschlossen haben, steht auch die Einspeisung der HD-Programme frei. Bei Fragen zum Empfang sollten sich Kabelkunden bzw. IPTV-Kunden direkt an ihren Betreiber wenden.


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