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UV-Index Was Sie über UV-Strahlen wissen müssen

Neben der Temperatur wird immer häufiger auch der UV-Index angezeigt. Aber was bedeutet dieser? Und schützen Glasscheiben eigentlich vor UV-Strahlen?

Published at: 29-2-2024

Eine Frau sitzt bei Sonnenschein im Auto. | Bild: mauritius images / Westend61 / VITTA GALLERY

Was bedeutet der UV-Index?

Der UV-Index ist die Maßeinheit für die höchste sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke auf eine waagerechte Fläche. Je höher der Wert der ultravioletten Strahlung klettert, desto schneller bekommt man einen Sonnenbrand. Die Skala reicht im Normalfall von 1 bis 10, in Extremfällen wird der UV-Index dann mit 11+ angegeben. Auf der Website des deutschen Wetterdienstes beispielsweise wird die UV-Strahlung in einem Farbsystem kategorisiert - Rot gilt als sehr hoch, Violett sogar als extrem.

Entscheidend für die Höhe des UV-Index ist vor allem der Sonnenstand, je nachdem wo, auf der Erde man sich zu welcher Tages- und Jahreszeit befindet kann die Höhe des Wertes sehr unterschiedlich sein.

Wie hoch der UV-Index aktuell ist, können Sie beim Deutschen Wetterdienst nachsehen.

Wie schütze ich mich bei hohem UV-Index?

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Schon ab einem UV-Index von 3 empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sich in der Mittagszeit im Schatten aufzuhalten, Sonnenbrille und Kopfbedeckung zu tragen und nicht bedeckte Hautstellen mit Sonnenschutz einzucremen. Das gilt verstärkt bei Werten ab 6.

Steigt der UV-Index auf über 8 ist es laut BfS sogar ratsam, das Haus in den Mittagsstunden gar nicht zu verlassen oder sich in jedem Fall nur im Schatten aufzuhalten. Der Sonnenschutz sollte immer mindestens doppelt so hoch sein wie der UV-Index, besser noch höher, bei Kindern und Babys mindestens ein LSF 25. Und natürlich schützt auch Kleidung vor den UV-Strahlen.

Schützen Glasscheiben vor Sonnenbrand?

Nein. Besonders bei einem hohen UV-Index reicht es deshalb auch leider nicht, sich hinter eine Glasscheibe zu setzen. Zwar bremst die Scheibe kurzwelllige UV-B-Strahlen, die langwelligen UV-A-Strahlen gelangen aber dennoch durch das Glas. UV-A-Strahlen beschleunigen die Hautalterung und sogar Hautkrebs. Sie bekommen also nicht so schnell einen Sonnenbrand, die langfristigen Schäden lassen sich aber nur durch Sonnencreme verhindern.

Wer zum Beispiel lange im Auto sitzt, sollte in jedem Fall eine Sonnencreme auftragen. Während in vielen Autos zwar die Windschutzscheibe mit einem UV-Filter ausgestattet ist, können die Strahlen durch die Seitenfenster auf die Haut fallen. Gerade im Stau auf der Autobahn kann das gefährlich werden.


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