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Gewittertierchen Was hilft gegen Gewitterfliegen?

Sobald es schwül ist, kommen die winzigen Gewittertierchen in Massen. Alle Informationen und was gegen die winzigen Tierchen hilft.

Stand: 17.06.2021

Über einem Feld ziehen dunkle Wolken auf, die ein Gewitter ankündigen. | Bild: picture-alliance/dpa

Warum sind so viele Gewittertierchen bei schwülem Wetter unterwegs?

Die Gewittertierchen oder Gewitterfliegen sind nur winzig klein und heißen ihrer fransigen Hinterleibe wegen korrekt Fransenflügler. Die Tiere gehören zum sogenannten Luftplankton, weil sie wie Plankton im Meer durch das Wasser von den Luftmassen bewegt werden. Bei schwül-warmem Wetter drückt die Luft die Fransenflügler nach unten, wo sie uns dann in großen Mengen begegnen. Tatsächlich handelt es sich dabei nicht um eine Sorte Tiere, sondern etwa 500 verschiedene Unterarten.

"Je nach Wetterlage kommen die Tiere vermehrt vor, weil sie nach unten gedrückt werden."

Karin Greiner, BAYERN 1 Pflanzenexpertin

Wie kommen Gewittertierchen in die Wohnung?

Es muss noch nicht mal das Fenster weit offen stehen, schon sammeln sich Gewittertierchen in der Wohnung. "Die sind so winzig, dass sie auch durch Fliegengitter kommen", sagt die BAYERN 1 Pflanzenexpertin Karin Greiner. Die kleinen Tierchen draußen zu halten, ist dank ihrer geringen Größe allerdings kaum möglich.

Sind Gewittertierchen schädlich für Pflanzen?

Winzig klein: Ein Fransenflügler.

Viele der Fransenflügler lassen sich auch gerne auf Pflanzen nieder und saugen an ihnen - ähnlich wie Spinnmilben oder Blattläuse. "Meist reicht es, die Pflanzen mit einem kräftigen Wasserstrahl oder einer Wasserspritze abzuspülen", so die Expertin. Die häufig empfohlene Seifenlauge sollte nur bei sehr starkem Befall zum Einsatz kommen, da die Seife wiederum nicht so gut für die Pflanzen sei.

Alle Informationen über Schädlinge und Krankheiten

Was hilft gegen Gewittertierchen?

Mit einer blauen Leimtafel können die Tierchen auch gefangen werden.

Der Besuch der Gewittertierchen in den eigenen vier Wänden lässt sich wegen ihrer Größe kaum verhindern. Wenn sie einmal da sind, verschwinden sie allerdings meist auch schnell wieder. Wer darauf nicht warten will, kann die Tiere natürlich auch beseitigen: "Einfach mit dem Staubsauger wegsaugen", empfiehlt Karin Greiner. Oder mit einem feuchten Mikrofasertuch wegwischen.

Tipps gegen Gewittertierchen

  • Keine helle Kleidung tragen und auch hellblaue und knallblaue Teile im Schrank lassen: Diese Farben mögen die Fransenflügler besonders gerne.
  • Beim Joggen oder Radfahren eine Brille tragen: Einmal im Auge, sind die kleinen Tiere nur sehr schwierig zu entfernen.
  • Wenn die Plage zu groß wird: Eine blaue Leimtafel kaufen. Die Farbe zieht die Gewittertierchen an und sie bleiben am Leim kleben.

Mehr Pflanzen- & Garten-Tipps von Karin Greiner

Viele gute Ideen für Balkon & Garten, dazu Tipps für Zimmerpflanzen, und den Haus- und Ziergarten rund ums Jahr gibt unsere Garten-Expertin Karin Greiner jeden Samstag um 13.15 Uhr im Samstagmittag bei BAYERN 1.


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