Bayern 1


8

Blumenerde Wie lange ist Blumenerde haltbar?

Die Gartelzeit hat begonnen. Haben Sie auch noch Blumenerde vom letzten Jahr übrig? Ist die noch gut? Mit unseren Tipps erkennen Sie das und bekommen auch gleich noch die Antwort, wie lange Blumenerde verwendbar ist.

Stand: 06.05.2019

Auf einem Tisch stehen leere Blumentöpfe, einzutopfende Pflanzen und es liegt Blumenerde davor.  | Bild: maurtitius-images

Gerne hat man noch einen Rest Blumenerde über den Winter gerettet. Wenn die Garten-Saison dann startet, ist man durchaus gewillt, diesen Rest zu verwenden. Grundsätzlich ein guter Gedanke. Denn Blumenerde ist, wenn sie richtig gelagert wird, durchaus auch ein Jahr später noch verwendbar.

Angebrochene Blumenerde: Die Lagerung ist ausschlaggebend

War der Sack mit der Erde noch verschlossen und wurde kühl und trocken gelagert, dann kann man die Blumenerde auch noch ein Jahr später verwenden. Wenn der Sack schon einmal geöffnet war, dann kommt es ganz auf die Lagerung an. Wurde der angebrochene Sack vor Umwelteinflüssen geschützt gelagert, dann kann man gute Chancen haben und die Blumenerde ist als solche noch verwertbar.

Gute Blumenerde

Nach Stiftung Warentest muss eine Blumenerde stickstoffreich sein und Nährstoffe wie Phosphor und Kalium beinhalten. Auch der pH-Wert ist ausschlaggebend für eine gute Blumenerde. Durch die falsche Lagerung können diese Nährstoffe verloren gehen und damit ist die Blumenerde als solche nicht mehr verwendbar. Werden Balkon- und Kübelpflanzen mit nährstoffarmer Erde versorgt, entwickelt sich die Pflanzen nicht nur schlecht bis gar nicht, sie sind auch noch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge können sich leichter ausbreiten.

Falsche Lagerung: Was kann passieren?

Wird die Erde nass, können die Nährstoffe aus der Blumenerde gewaschen werden und der Säuregehalt verändert sich.
Ist der Sack offen, können Unkrautsamen ihren Weg in die Blumenerde finden und ihr Nährstoffe entziehen.
Ist die Erde starken Temperaturschwankungen ausgesetzt begünstigt das die Schimmelbildung und der Stickstoffgehalt baut sich schneller ab.
Auch Schädlinge, wie Fliegen oder die Trauermücke können sich in der Erde einnisten. Ist das der Fall, sollten Sie die Blumenerde entsorgen. Das heißt jedoch nicht, dass Sie die Erde wegwerfen müssen. Die alte Blumenerde kann im Garten zur Bodenverbesserung oder auch als Pflanzenerde verwendet werden. Außer, Sie sind gewillt die Erde auszubacken. Folgenden Tipp hat BAYERN 1 Garten-Expertin Karin Greiner für Sie parat: Die Erde auf ein ausgedientes Backblech, in einen Bratschlauch oder einen alten Bräter verteilen und bei 100 Grad im Backofen 30 Minuten steril machen. Das überleben weder Trauermücken noch Pilzsporen.
Wenn gar nichts mehr geht, dann darf verbrauchte Erde auf den Kompost.

Wie lagert man Blumenerde richtig?

Lassen Sie die Erde in der Verpackung und verschließen Sie diese fest zum Beispiel mit Klammern. Der Sack sollte so verschlossen sein, dass keine Schädlinge und Samen hineingeraten können.
Achten Sie bei der Lagerung darauf, dass der Sack nicht extremer Hitze oder stark schwankenden Temperaturen ausgesetzt ist. Frost schadet der Blumenerde hingegen weniger.
Zur Einlagerung bietet sich ein trockener, unbeheizter Keller an, aber auch Gartenhäuschen oder Geräteschuppen sind für die Überwinterung von Blumenerde geeignet, sofern sie trocken sind.

Alte Blumenerde verwenden

Sie haben Ihre restliche Blumenerde richtig eingelagert und wollen Sie nun verwenden - eine Kontrolle ist unverzichtbar. Untersuchen Sie die Erde nach oben genannten Schädlingen und deren Eiern. Achten Sie auf Schimmelbefall und Unkrautkeimlinge.
Ist die Blumenerde "sauber" und noch verklumpt, dann lockern Sie sie mit Hilfe einer Harke auf. Ist die Erde sehr trocken, sollten Sie sie etwas befeuchten. Je nachdem, bietet es sich an die Erde noch mit Mineralstoffdünger anzureichern. Besonders stark zehrende Pflanzen, wie zum Beispiel Geranien, Tomaten, Gurkengewächse, Petunien und Paprika, benötigen einen hohen Stickstoffanteil und freuen sich über einen solchen Dünger.


8