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Motor warmlaufen lassen Darf man den Motor im Winter warmlaufen lassen?

Eis, Schnee und kalte Sitze - Autofahrer haben es bei diesen eisigen Temperaturen nicht leicht. Warum das Warmlaufen des Motors aber keine gute Option ist und sogar Ihrem Auto schaden kann.

Von: Marc Strucken

Stand: 03.01.2020

Zwei Menschen befreien ein Auto von sehr viel Schnee | Bild: picture-alliance/dpa

Verbietet die Straßenverkehrsordnung, den Motor laufen zu lassen?

Auch wenn viele Menschen im Winter den Motor ihre Autos vor dem Start warmlaufen lassen: Das ist laut Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt. Sie riskieren (neben dem Groll der genervten Nachbarn) eine Verwarnung in Höhe von zehn Euro. Außerdem ist das Warmlaufen auch eine Belastung für die Umwelt.

Warum Sie das Warmlaufen unnötig Sprit kostet

Der Katalysator hat es gern warm, bevor er seine Arbeit richtig erledigt. Deshalb stößt er kalt 70 Prozent mehr Schadstoffe aus. Dummerweise regelt im kalten Zustand die Elektronik aber die Kraftstoffzufuhr hoch und das heißt: noch mehr Abgase und vor allem ein höherer Verbrauch als beim Fahren. Dazu kommt: Im Leerlauf braucht der Motor viel länger, bis er seine Betriebstemperatur erreicht; der Spritverbrauch dabei kommt Sie umso teurer, weil ein kalter Motor auch noch mehr verbraucht. Und: Auch die Heizung wird im Übrigen nicht schneller heiß, wenn der Wagen steht.

Warum Warmlaufen lassen dem Motor schadet

Da der Motor im Stand deutlich länger braucht, um warm zu werden, verlängert das Warmlaufen lassen die Aufwärmzeit. Das ist allerdings für den Motor besonders schädlich, erklärt der ADAC: "Durch das Laufenlassen im Stand verlängert sich nicht nur diese Warmlaufphase, sondern auch die Phase mit erhöhtem Verschleiß. Das Motoröl braucht länger, bis es Betriebstemperatur erreicht, wodurch sich wiederum die Reibung im Motor erhöht."

Wer sein Auto liebt, sollte also erst recht aufs Warmlaufen lassen verzichten.

Nach dem Start 20 Sekunden warten, dann losfahren

Das Kühlwasser ist noch kalt - aber selbst wenn hier Betriebstemperatur herrscht, ist das Motoröl noch kühl.

Die Checkliste für den Winter könnte also so aussehen: Eiskratzen - Motor starten - Anschnallen - Radio an - Losfahren. Dann allerdings nicht mit Vollgas, sondern ganz entspannt. Für Benziner bis zu 2.500 Umdrehung/Minute, bei Autos mit Diesel weniger. Hilfreich ist hier ein Blick auf die Motortemperaturanzeige. Zwar ist das Kühlwasser schneller warm als das Öl, aber viele moderne Wagen zeigen auch die Öltemperatur an.

Standheizung schont Auto und Nachbar

Wer in kalten Gegenden wohnt oder oft früh aus dem Haus muss, kann auch über eine (allerdings nicht ganz billige) Standheizung nachdenken. Sie lässt sich mit einer Zeitschaltuhr, per Fernbedienung oder per Smartphone-App starten. Der Vorteil: Motor, Schmierung und Innenraum sind schon eisfrei und einladend angewärmt.

Preiswertere Alternativen sind Frostschutzfolien. Die brauchen Sie dann allerdings nicht nur für die Front- und Heckscheibe, sondern auch für die Seiten.

Ist Ihr Auto winterfest? Bei diesen Vergehen müssen Sie im Winter mit Bußgeldern rechnen.

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