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Auto überbrücken Starthilfe geben: Welches Kabel wann und wohin beim Überbrücken?

Zuerst das schwarze oder das rote Kabel? In welcher Reihenfolge muss man die Starthilfekabel anschließen? Mit diesem Trick vergessen Sie's nie mehr!

Stand: 20.01.2021

Auto überbrücken | Bild: BR

Wie schließe ich ein Überbrückungskabel an?

Rotes Kabel an Pluspol, schwarzes Kabel an Minuspol bzw. Massepunkt - das ist die erste Grundregel beim Überbrücken. Die zweite: Reihenfolge beim An- & Abklemmen der Kabel beachten, sonst riskieren Sie, dass die Elektronik Ihres Fahrzeugs beschädigt wird.

Ist die Batterie im Kofferraum verbaut, gibt es im Motorraum vorne einen separaten Pluspol.

Wenn die Batterie bei Ihrem Fahrzeug im Kofferraum eingebaut ist, gibt es in der Regel vorne im Motorraum einen separaten Pluspol, an dem Sie das Starthilfekabel befestigen können. Wenn Sie Ihr Auto noch nie überbrückt haben, werfen Sie zuerst einen Blick in die Bedienungsanleitung: Da ist erklärt, wo Plus- und Minuspol sowie Massepunkt liegen - und Sie erfahren mögliche Besonderheiten, die für Ihr Auto beim Überbrücken wichtig sind.

Welche Reihenfolge beim Überbrücken? Die R-S-T-Eselsbrücke

Starthilfe Schritt-für-Schritt erklärt (groß klicken)

Bevor Sie die Kabel anlegen: Unbedingt die Zündung und alle Verbraucher wie Gebläse oder Radio ausschalten - an beiden Autos!
Und jetzt denken Sie einfach an die Reihenfolge der Buchstaben R, S und T im Alphabet: Zuerst das Rote Kabel anklemmen, dann das Schwarze Kabel und das Ergebnis ist Toll, denn das Auto läuft wieder ;-)
Beim Abklemmen ist die Reihenfolge umgekehrt, also Toll (das Auto läuft), dann das Schwarze Kabel und zum Schluss das Rote Kabel abnehmen.

Welche Starthilfekabel brauche ich?

Die Kabel sollten der DIN-Norm 72.553 oder der ISO-Norm 6722 entsprechen. Fürs Überbrücken von größeren Autos sollten sie 25 Quadratmillimeter Durchmesser haben, rät der ADAC.

Welches Kabel zuerst beim Überbrücken?

  • Rotes Kabel am Pluspol des Spenderautos festklemmen und mit dem Pluspol des Pannenfahrzeug verbinden
  • Schwarzes Kabel am Minuspol des Spenderfahrzeugs befestigen und dann mit einem Massepunkt des Pannenautos (z.B. dem Motorblock) verbinden.
  • Spenderfahrzeug anlassen, eine Minute später das Pannenauto starten
  • Das Auto läuft? Dann Gebläse oder Radio anstellen, damit mögliche Spannungsspitzen nicht die Bordelektronik des Autos beschädigen.
  • Schwarzes Kabel zuerst vom Massepunkt des Spenderautos, dann vom Minuspol des Pannenfahrzeugs abklemmen
  • Rotes Kabel lösen
  • Damit sich die Batterie wieder auflädt, eine längere Strecke auf der Autobahn oder Landstraße fahren (30 bis 40 Minuten). Dabei nicht notwendige Verbraucher wie Radio, Gebläse oder Sitzheizung möglichst ausschalten, damit die Batterie besser lädt.

Vorsicht: Zu viele Versuche gefährden Ihren Katalysator

Nicht zu viele und zu lange Anlass-Versuche - das kann den Katalysator gefährden.

Eigentlich sollte das Pannenfahrzeug mit der Unterstützung auf Anhieb starten. Klappt das nicht, sollte man es mit dem "Orgeln" nicht übertreiben, rät Alois Steinberger von der ADAC Fahrzeugtechnik. Höchstens zweimal hintereinander mit einer längeren Pause den Zündschlüssel für etwa 5 bis 10 Sekunden gedreht halten. "Läuft der Motor dann nicht, liegt das Problem wahrscheinlich woanders", so der ADAC-Mann. Wer's zu lange versucht, riskiert im schlimmsten Fall seinen Katalysator:

"Durch dieses Orgeln gelangt unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator, und der kann sich später, wenn das Fahrzeug wieder läuft, entzünden und den Katalysator beschädigen."

Alois Steinberger von der ADAC Fahrzeugtechnik

Kann man einen Diesel überbrücken?

Klar - das Überbrücken selbst läuft nach dem gleichen Muster wie bei einem Benziner. Nur die Voraussetzungen sind andere: Für die Starthilfe bei einem Diesel-Auto brauchen Sie Überbrückungskabel mit 25 Quadratmillimeter Durchmesser - und ein Auto, das ähnlich viel Hubraum wie der Pannen-Diesel mitbringt. Nur dann ist die Batterie stark genug, um den Dieselmotor anzulassen: "Ein Dieselfahrzeug mit 2,5 l Hubraum werden Sie mit einem 1,0 Liter-Kleinwagen nicht wieder zum Leben erwecken - dafür ist die Batterie nicht ausgelegt", erklärt ADAC-Experte Steinberger.

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