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Statement Andreas M. Reinhard (BR-Redaktionsleiter Kinder)

Published at: 19-7-2017

Lennox, Tschakko, Malte, Otis und Jonas: 5 Jungs mit 5 Geschichten. Individuelle Charaktere, unterschiedliche Stories. Das Gemeinsame: Alle 5 sind mit dem Gesetz in Konflikt geraten, vor dem Jugendrichter gelandet und rechtskräftig verurteilt. Aber der Zeiger der Uhr wird noch einmal zurückgedreht auf 5VOR12. Die 5 bekommen eine letzte Chance. Zur Bewährung.

Die Alternative zum Jugendknast ist der "Alpenknast" – so nennen die 5 die einsam gelegene Alm. Dort werden sie 6 Wochen zusammen mit den Sozialarbeitern Monika und Totti verbringen: ohne Telefon, ohne Elektrizität, ohne fließend Wasser, ohne Entertainment und – besonders schlimm – ohne Handy.

Die 5 müssen Einsamkeit aushalten und eine Gruppe werden. Das geht nicht ohne Konflikte. In der Abgeschiedenheit, lernen sie, sich zurückzunehmen, die anderen zu respektieren, füreinander einzustehen. Dabei reflektieren sie, warum sie Mist gebaut haben. Das soll helfen, den Weg des Erwachsenwerdens besser zu meistern. Denn nur einmal wird für jeden der 5 die Uhr zurückgestellt auf 5VOR12.

Das 5VOR12-Projekt ist uns sehr wichtig, denn die Realität ist nicht so heil und bunt wie in den Zeichentrickserien, die das mediale Angebot für Kinder dominieren. Es gibt in der Gesellschaft eben auch Menschen, die es nicht schaffen. Und um jeden ist es schade. Aber besonders schade ist es um Jugendliche, die früh vom rechten Weg abrutschen. Die Serie erzählt von dieser Realität und plädiert dafür, dass jeder Mensch, der etwas verbockt hat, eine zweite Chance erhält – die Chance, sich zu finden und zu bewähren.


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