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Russlands Anti-Doping-Agentur bleibt suspendiert | BR24

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Russlands Anti-Doping-Agentur bleibt suspendiert

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Russlands Anti-Doping-Agentur bleibt suspendiert

Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA bleibt suspendiert. Das beschloss die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA in Seoul. Die russische Agentur war 2015 nach Enthüllung eines flächendeckenden Doping-Systems gesperrt worden.

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Wie erwartet haben die obersten Dopingjäger damit die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA aufrechterhalten:

"Das Foundation Board ist der Empfehlung gefolgt und hat bestätigt, dass die RUSADA weiterhin als nicht regelkonform eingestuft bleibt." Mitteilung der WADA

Die WADA hatte als Voraussetzung für eine Wiederaufnahme unter anderem eine öffentliche Anerkennung des McLaren-Reports, der Russland ein institutionalisiertes Dopingsystem attestierte, sowie den Zugang zu weiteren Dopingproben im Moskauer Labor gefordert. Beide Punkte hat Russland bisher nicht erfüllt.

Russland bestreitet Vorwürfe weiter

"Die Vorwürfe gegen die RUSADA sind ein Witz", sagte Alexander Schukow, Präsident des nationalen Olympischen Komitees ROC laut dem Branchendienst insidethegames.com nach der Entscheidung.

Schukow betonte vor den WADA-Vertretern, Russland könne die Erkenntnisse McLarens nicht vollständig anerkennen.

"Wir akzeptieren, dass unser nationales Anti-Doping-System versagt hat, aber wir verneinen, dass es ein staatlich gestütztes Dopingsystem gegeben hat." Alexander Schukow

Zudem unterstrich er, dass er die Entscheidung gegen die Wiederaufnahme als politisch motiviert ansehe.

Folgen für Paralympics und Leichtathleten

Die fortbestehende Suspendierung dürfte Auswirkungen auf die Teilnahme russischer Sportler an den Paralympics in Pyeongchang und den Ausschluss der russischen Leichtathleten haben. Sowohl das Internationale Paralympische Komitee IPC als auch der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatten die Wiederaufnahme der RUSADA zur Voraussetzung dafür gemacht, dass russische Athleten wieder ohne Einschränkungen bei ihren Wettbewerben starten dürfen.

Auswirkungen auf Olympia noch unklar

Direkte Konsequenzen für die Teilnahme eines russischen Teams an den Olympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) hat das Ergebnis der WADA-Beratungen dagegen noch nicht, eine Entscheidung dazu will das IOC erst im Dezember treffen. Auch während der Sommerspiele in Rio de Janeiro, in deren Vorfeld sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegen einen Komplettausschluss Russlands entschieden hatte, war die RUSADA schon suspendiert.

Rückenwind für harte Linie

Allerdings gibt das Ergebnis der WADA-Beratungen den Befürwortern von harten Strafen gegen Russland Rückenwind.

"Es wird schwierig für das IOC, die Tatsache zu ignorieren, dass es weder ein akkreditiertes russisches Dopinglabor noch eine akkreditierte russische Anti-Doping-Agentur gibt." Richard "Dick" Pound, kanadisches IOC-Mitglied