Karl Geiger (Archivbild)
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Geiger springt beim ersten Peking-Training hinterher

Bei Skispringer Karl Geiger ist nach dem ersten Training in Peking noch Luft nach oben. Bei Temperaturen von unter -20 Grad kam der Oberstdorfer auf der Normalschanze nicht über Platz 20 hinaus. Besser lief es für Katharina Althaus.

Deutschlands bester Skispringer Karl Geiger ist beim ersten Training auf der Olympia-Schanze in Peking hinterhergesprungen. Von der Normalschanze in Zhangjiakou belegte der 28 Jahre alte Skiflug-Weltmeister aus Oberstdorf nach Versuchen auf 95, 96 und 96 Meter nur die Plätze 20, 21 und 22. "Springerisch lief es noch nicht so gut. Eine genaue Ursache kann ich nicht festmachen. Es hat ein bisschen das Feingefühl gefehlt. Ich habe einfach noch nicht reingefunden. Das ist jetzt meine Aufgabe", sagte Geiger, der nach den ersten Versuchen auf der Anlage etwas konsterniert wirkte. Die erste Entscheidung der Skisprung-Männer fällt am Sonntag ab 12.00 Uhr. Geiger gilt als einer der großen Favoriten.

Eisenbichler bester Deutscher

Bester Deutscher bei Temperaturen von unter -20 Grad war Markus Eisenbichler mit den Plätzen 12, 10 und 10. Constantin Schmid sorgte als Achter im ersten Durchgang für die beste Einzelplatzierung, kam danach aber nur auf Rang 27 und 25. Stephan Leyhe (24., 29., 26.) sprang solide. Die schlechtesten Karten im Rennen um einen der vier deutschen Startplätze für die Qualifikation am Freitag (7.20 Uhr) hat Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden), der in allen drei Runden hinten lag (33., 47., 33.). Nach drei weiteren Trainingssprüngen benennt Bundestrainer Stefan Horngacher am Freitagabend sein Aufgebot.

Die Trainingsrunden gewannen der Österreicher Manuel Fettner, Halvor Egner Granerud aus Norwegen und der Russe Jewgeni Klimow.

Althaus zufrieden

Besser als für Geiger lief es für Katharina Althaus: Deutschlands beste Skispringerin startete vielversprechend. Die Oberstdorferin sprang im ersten Training in Zhangjiakou in drei Durchgängen auf die Plätze drei, fünf und fünf und war anschließend zufrieden. "Es fühlt sich auf jeden Fall gut an. Ich bin gut ins Training gestartet und fühle mich wohl", sagte die 25-Jährige.

Die Silbergewinnerin der Winterspiele von Pyeongchang 2018 zählt im Einzel am Samstag (11.45 Uhr) zu den Topfavoritinnen auf die Goldmedaille. Althaus ist Zweite im Gesamtweltcup, die dort führende Marita Kramer aus Österreich kann wegen einer Corona-Infektion nicht antreten. "Mir tut's unheimlich leid für sie, dass sie hier nicht mit uns springen kann", sagte Althaus. "Ich hoffe, sie bekommt ihre Chance in vier Jahren."

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