BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Welcher Passwort-Manager ist empfehlenswert? | BR24

© Picture Alliance

Passwort-Manager können helfen, im Passwort-Chaos den Überblick zu behalten

1
Per Mail sharen

    Welcher Passwort-Manager ist empfehlenswert?

    „111111“, „123456“ oder auch "Passwort": Der Passwort-Schlendrian greift schnell um sich. Passwort-Manager dabei helfen, sicherere Passwörter zu erstellen und zu verwalten. Wir erklären, was Passwort-Manager können und welche die besten sind.

    1
    Per Mail sharen

    123456, so lautet das beliebteste Passwort in Deutschland. In der Top 10 ebenso vertreten: 111111, 00000 und natürlich der Klassiker: „Passwort“. Aber nicht nur Otto-Normal-Nutzer tut sich schwer damit, starke Passwörter zu wählen. 2016 etwa kam heraus, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg wichtige Konten mit dem Passwort „Dadada“ „geschützt“ hatte.

    Es ist ja auch wirklich nicht so einfach mit den Passwörtern. Denn zum einen sollte man bei jedem Dienst ein anderes Passwort verwenden. Und dann ist dieses Passwort idealerweise auch noch lang und kompliziert. Und als würde das nicht ohnehin schon jedes Menschenhirn überfordern wird man bisweilen dann auch noch dazu aufgefordert, die Passwörter regelmäßig zu ändern. Ohne Passwort-Manager ist das fast unmöglich.

    💡 Was ist ein Passwort-Manager?

    Ein Passwort-Manager ist ein Programm, dass die eignen Passwörter verwaltet und automatisch in die Login-Maske einfügt. Das ist nicht nur bequem, sondern steigert auch die Sicherheit, da man nicht mehr dazu verführt wird, überall dasselbe Passwort zu benutzen. Viele Passwort-Manager bieten auch Zusatzfunktionen und prüfen beispielsweise, ob man ein Passwort mehrmals verwendet oder ob ein Passwort Teil eines Hacks war.

    „Die Frage, die man sich stellen sollte ist: Was genau möchte ich von dem Password-Manager?“, sagt Jan Schüßler von der Computerzeitschrift Ct. „Brauche ich meine Passwörter nur auf einem Rechner? Oder geht es um mehrere Geräte, etwa ein PC, ein Smartphone und ein Tablet?“. Denn je nachdem kann es sinnvoll sein, einen Passwort-Manager zu verwenden, der die Passwörter über die Cloud synchronisiert, was mittlerweile aber bei allen gängigen Passwort-Managern der Fall ist. Eine Ausnahme aber gibt es: Keepass. Der kostenlose Passwort-Manager auf Open Source-Basis verwaltet Passwörter nur lokal auf dem Gerät. Wer sie dann über mehrere Geräte synchronisieren möchte, der muss das selbst machen, etwa über einen Cloudspeicher oder über Clouddienste wie Dropbox.

    Passwort-Manager machen auch den Online-Kauf bequemer

    Andere Passwort-Manager sind kostenpflichtig. Der beliebte Dienst Lastpass kostet beispielsweise 24 Euro im Jahr. Manche dieser Programme bieten einen kostenlosen Probemonate an oder erlauben es, eine bestimmte Anzahl von Passwörtern umsonst zu verwalten. Fast immer würfeln die Dienste auf Wunsch Zufallspasswörter aus oder weisen einen darauf hin, wenn man zu simple Passwörter verwendet oder ein bestimmtes Passwort zu oft. Manche informieren einen zudem auch darüber, ob das Passwort einem größeren Hacks zum Opfer gefallen ist. Und dann verwalten viele Passwort-Manager mittlerweile auch nicht nur Passwörter, sondern auch Kreditkartendaten. „Das geht so weit, dass es auch Anbieter gibt, die zum Beispiel digitale Kaufbelege gleich automatisch mit speichern, wenn man beim Online-Shopping einen Kauf getätigt hat“, so Jan Schüßler von der Ct .

    Es gibt eine große Auswahl an guten Passwort-Managern

    Wenn es „nur“ um die Passwörter geht, kann man diese auch im Browser speichern, hat dann aber möglicherweise Problem, sie auf andere Geräte zu übertragen. Der Funktionsumfang „richtiger“ Passwort-Manager ist zudem sehr viel größer. Die gute Nachricht ist: So wahnsinnig viel kann man bei der Wahl eines Passwort-Managers aber gar nicht falsch machen.

    One Password, Dashlane, Bitwarden oder auch Last Pass sind die bekanntesten Anbieter in diesem Bereich und alle sind empfehlenswert. Wer damit leben kann, dass die Oberfläche nicht so schön ist, kann zu Keepass oder dem Nachfolger Keepass XC greifen. „Keepass setzt auf Open Source und ist vielleicht noch eine Spur sicherer, weil die Daten nicht in die Cloud gehen“, sagt Schüßler.

    Egal für welchen Passwort-Manager man sich entscheidet, um ein ganz bestimmtes Passwort sollte man sich schon noch Gedanken machen, nämlich das, mit dem man wiederum den Passwort-Manager sichert. Viele Passwort-Manager bieten hier aber die 2-Faktor-Authentifizierung an, sprich: Man kann das Konto mit einem zusätzlichen TAN sichern, die einem eine App auf dem Handy generiert.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!