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Unsichere Heimarbeitsplätze / Ergonomie im Home-Office / Chrome dringt auf Verschlüsselung / Vivaldi und Brave boykottieren Google-Strategie / Das Nanny-Handy /

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Killer’s Security: Google-feindliche Browser

Über Browser berichtet Achim Killer diesmal in den Online-Nachrichten. Der neue Chrome müht sich richtig ab, um verschlüsselte Verbindungen zustande zu kriegen. Und Vivaldi und Brave boykottieren Google’s künftige Werbe- und Schnüffel-Strategie.

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Von
  • Achim Killer

Corona und die Digitalisierung, das treibt einen ins Home-Office. 12 Millionen Beschäftigte arbeiten mittlerweile von daheim aus, doppelt so viel wie vor der Pandemie. Das das geht aus einer Unternehmensbefragung durch das BSI hervor, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Meistens hat er hoppla-hopp gehen müssen, der Umzug ins Home Office. Da kommt’s dann oft zu Problemen, IT-Sicherheitsproblemen. Das mögen Cyberkriminelle. Und so haben denn auch 8 Prozent der befragten Unternehmen von Cyberattacken auf sie berichtet. 2 Prozent haben dadurch sehr schwere oder sogar existenzgefährdende Schäden erlitten.

Ergonomie im Home-Office

Was die Leute im Home-Office übrigens am meisten vermissen, ist ein gescheiter Schreibtischstuhl. Das sagt das Meinungsforschungsinstitut Forsa. Das hat auch eine Umfrage zum Home-Office gemacht. 36 Prozent klagen demnach über einen „mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatz“. Und die Krankenkassen bestätigen das. Seit Beginn der Pandemie lassen sich immer mehr Leute wegen Rückenproblemen krankschreiben.

Chrome dringt auf Verschlüsselung

Einen neuen Chrome gibt’s, einen neuen Google-Browser, die Nummer 90. Ist ganz sinnig, was der macht, der probiert’s jetzt immer erst einmal mit einer verschlüsselten Verbindung, wenn man surft, also einer über https. Erst wenn nix anderes geht, dann geht’s über übers unverschlüsselte http.

Vivaldi und Brave boykottieren Google-Strategie

Der Chrome steht ja auch im Mittelpunkt von Google’s neuer Werbe-Strategie. Bisher ist es so: Werbe-Konzerne wie Google schreiben einem eine kleine Datei auf die Festplatte, ein Cookie. Und daran erkennen Sie einen auf allen Sites, die sie mit Bannern beliefern, und können sie so gezielt auswählen. Künftig nun soll der Browser festlegen, welcher Zielgruppe man angehört und womit man denn erfolgversprechend umworben werden könnte. Federated Learning of Cohorts nennt Google das, also der Browser soll lernen, wo er einen hinstecken soll, in welche Kaufwilligen-Kohorte. Die Werbekonzerne wissen dann nur noch ungefähr, was für einer man ist, nicht mehr jedes Détail. Unbeobachtet im Web ist man deswegen aber natürlich noch lange nicht. Aber: Es gibt auch Browser, die das nicht mitmachen, beispielsweise die jüngsten Versionen von Vivaldi und Brave.

Das Nanny-Handy

Und die Meldung zum Schluss: Google erweitert das digitale Wohlbefinden, digital wellbeing. So nennt der Konzern ne App, die einem sagt, dass man nun wirklich lange genug mit dem Handy gespielt hat und dass man vielleicht auch mal was Nützliches tun könnte. Manche brauchen das wohl. Die neuste Version nun sagt einem auch, dass, wenn man über eine Straße geht, man nicht die ganze Zeit auf das Handy-Display schauen sollte. Ja! Die nächste Version wird einem sicherlich die Nase putzen und fragen, ob man vor dem Meeting vielleicht noch mal aufs Klo muss.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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