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Das Robert-Koch-Institut und viele andere Institute in Europa haben ein technisches Tool gegen das Coronavirus entwickelt - bem√ľht um Datenschutz. Das Projekt k√∂nnte helfen, die Ausbreitung von Corona einzud√§mmen.

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#fragBR24ūüí° Wie funktioniert die Corona-App?

Das Robert-Koch-Institut und viele andere Institute in Europa haben ein technisches Tool gegen das Coronavirus entwickelt - bem√ľht um Datenschutz. Das Projekt k√∂nnte helfen, die Ausbreitung von Corona einzud√§mmen.

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Von
  • Gregor Schmalzried
  • Johanna Rupprecht

Unter dem sperrigen Namen PEPP-PT ist das Projekt an den Start gegangen: Die Abk√ľrzung steht f√ľr "Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing": Paneurop√§isches Privatsph√§re-erhaltendes Begegnungs-Nachverfolgen.

Universit√§ten und Institute aus acht europ√§ischen L√§ndern arbeiten gemeinsam daran, darunter auch das Robert-Koch-Institut. Das Ziel: Die Ausbreitung des Coronavirus durch Handydaten nachzuverfolgen, und das ohne die Privatsph√§re der B√ľrger zu verletzen.

Wie die App funktionieren könnte

Wie das Ganze funktioniert, lässt sich am besten an einem Beispiel erläutern: Person A ist eine typische Nutzerin, die sich die App mit PEPP-PT-Technologie auf ihrem Smartphone installiert. Die App sucht per Bluetooth nach anderen Smartphones mit derselben App - immer im Hintergrund. Person A kommt nun in nahen Kontakt mit Person B - die ebenfalls die App installiert hat. In den Smartphones von beiden wird diese Begegnung vermerkt - aber nirgendwo hochgeladen.

Eine Woche sp√§ter bekommt Person B einen Testbefund: Sie ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin kann Person A informiert werden, die sich bei ihrer Begegnung mit B m√∂glicherweise angesteckt hat. Und genauso alle anderen Kontakte, denen Person B in letzter Zeit f√ľr eine bestimmte Dauer nahegekommen ist.

Kontakt-Nachverfolgung ohne √úberwachung

Alle Daten werden nur auf den Smartphones gespeichert, es werden keine Bewegungsprofile erstellt. Deshalb sind auch viele Datensch√ľtzer im Grundsatz von der Idee √ľberzeugt. Ob die Umsetzung unter Beachtung des Datenschutzes gelingt, wird sich allerdings erst zeigen, wenn die App verf√ľgbar gemacht wird. Das k√∂nnte noch im April passieren.

Die Nutzung der App wird dann freiwillig sein. Je mehr Leute mitmachen, desto größer sind die Chancen, dass die Corona-Verbreitung durch die PEPP-PT-Technologie mit eingedämmt werden kann.

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