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Rock'n'Roll- und Blues-Legende: Fats Domino gestorben | BR24

© picture alliance / dpa / Photoshot

Fats Domino (1983)

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    Rock'n'Roll- und Blues-Legende: Fats Domino gestorben

    "Ain't That a Shame", "I'm Walking" oder "Blueberry Hill": Fats Domino erreichte mit seinen Songs Millionen. Der Sänger und Pianist prägte den New Orleans-Sound mit und machte den Rock'n'Roll populär. Nun ist er im Alter von 89 Jahren gestorben.

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    New Orleans war seine Stadt: Dort kam er zur Welt, dort wurde er entdeckt. Fats Domino, geboren 1928 als eines von neun Kindern einer musikalischen Familie, trat schon als Zehnjähriger als Sänger und Pianist auf, mit 14 verließ er die Schule und arbeitete in der Fabrik, um abends in Bars und bei Partys zu spielen. 1949 dann entdeckte ihn der Produzent Dave Bartholomew in einem Club in New Orleans und verschaffte ihm den ersten Plattenvertrag,

    "The Fat Man"

    Eigentlich hieß er Antoine, seinen Spitznamen "Fats" bekam Domino aber schon als Teenager von Musikerkollegen verpasst. Und er machte ihn gleich zum Titel seines ersten Albums, das er "The Fat Man" nannte. Die Platte wurde ein sensationeller Erfolg - der erste Rock'n'Roll-Album, der sich mehr als eine Million Mal verkaufte. Wenn er am Klavier saß, war der dicke Mann alles andere als schwerfällig: Seine Finger flogen über die Tasten, er spielte wild und zupackend. Und sang dazu mit einer klaren, weichen Stimme.

    Begnadeter Songschreiber

    Für seine Songs ließ sich Domino vom Alltag um ihn herum inspirieren, hörte den Leuten zu, notierte sich, was sie redeten. Seine großen Hits hatte er in den 50er-Jahren, mit dem Wandel des Massengeschmacks in den 60ern wurde es etwas ruhiger um ihn, auch wenn er viel auf Tour ging.

    "So weit ich weiß, macht Musik die Menschen glücklich - mich macht sie jedenfalls glücklich." Fats Domino

    Fats Domino: der Bodenständige

    Privat war Domino immer ein bodenständiger Mensch, der am liebsten in seiner Heimatstadt war. Dort lebte er mit seiner Frau Rosemary, die er schon 1948 geheiratet hatte und mit der er acht Kinder großzog. Beim Hurrikan "Katrina" 2005 in New Orleans blieb er, weil es ihr nicht gut ging, bei seinem Haus - und verlor seine Klaviere, Gold- und Platinalben sowie zahlreiche Erinnerungsstücke seiner Karriere. Der Musiker musste mit einem Boot aus seinem überfluteten Haus im Stadtteil Lower Ninth Ward gerettet werden. Wenig später gab er ein Benefiz-Konzert für seine Stadt.

    Fats Domino wurde in die Rock'n'Roll Hall of Fame und die Blues Hall of Fame aufgenommen - eine seltene Doppelehrung. In der Nacht zum Dienstag ist Domino nun gestorben, seine Familie habe ihn tot aufgefunden, teilte der zuständige Gerichtsmediziner mit.