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Unicef: 28 Prozent der Opfer von Menschenhandel sind Kinder | BR24

© pa / dpa / Jens Wolf

Kinder in Poipet in Kambodscha, einem Zentrum des Menschenhandels

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    Unicef: 28 Prozent der Opfer von Menschenhandel sind Kinder

    Zum heutigen Internationalen Tag gegen Menschenhandel fordern Experten vor allem mehr Schutz für Kinder. Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) sind 28 Prozent der entdeckten Opfer von Menschenhandel Mädchen und Jungen.

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    In Regionen wie Subsahara-Afrika, Zentralamerika und der Karibik machten Kinder mit mehr als 60 Prozent einen noch weit höheren Anteil aus - die Dunkelziffer liege vermutlich sogar darüber, erklärte Unicef. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand, bezeichnete es als Herausforderung für die internationale Staatengemeinschaft, Menschenhändlern und Schleusern das Handwerk zu legen. Papst Franziskus verlangte mehr Engagement. "Es liegt in der Verantwortung aller, Ungerechtigkeiten anzuzeigen und entschieden gegen dieses schmähliche Verbrechen vorzugehen", sagte Franziskus nach dem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Auch Migrationsrouten würden von Menschenhändlern genutzt, um neue Opfer zu finden.

    Migration und Menschenhandel

    Darauf wies auch Unicef hin: Für Kinder und Jugendliche, die auf der Flucht seien, bestehe eine große Gefahr, Opfer von Menschenhändlern zu werden. "Die betroffenen Mädchen und Jungen vertrauen sich aus Angst vor ihren Menschenhändlern oder aus Misstrauen nicht der Polizei oder Behörden an", so Unicef. "Menschenhandel ist eine echte Bedrohung für Millionen Kinder weltweit, insbesondere für Kinder, die ihre Heimat verlassen mussten und ohne Schutz sind", unterstrich Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta H. Fore.

    Die Profite sind besonders hoch

    Die Ausbeutung von Minderjährigen sei für Kriminelle besonders profitabel, so Michael Brand: "Dieses Verbrechen ist für die Täter besonders einträglich. Der zu erzielende Profit mit der 'Ware Mensch' ist höher als der mit illegalem Drogen- und Waffenhandel. Zudem sind die Opfer dieses perfiden Geschäfts immer von Neuem ausbeutbar."