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Neue Verordnung: Landwirte dürfen keine Gülle mehr ausbringen | BR24

© pa / dpa / Carsten Rehder

Ein Traktor mit Tankanhänger versprüht Gülle

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    Neue Verordnung: Landwirte dürfen keine Gülle mehr ausbringen

    Seit Juli ist die neue Düngeverordnung in Kraft – das bedeutet: Die Landwirte haben weniger Zeit, ihre Gülle auszubringen- gestern war der vorerst letzte mögliche Tag für das Ausbringen von Gülle auf den Äckern. Von Judith Zacher

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    Ab Oktober darf jetzt keine Gülle mehr auf Äckern ausgebracht werden, auf Grünflächen haben die Landwirte noch etwas länger Zeit. Das Ziel dieser neuen gesetzlichen Vorgabe: Man will die Böden schonen, der Nitratgehalt im Grundwasser ist in vielen Gegenden zu hoch – durch ein engeres Zeitfenster für das Ausbringen von stickstoffhaltiger Gülle soll er gesenkt werden.

    Die Bauern freut's nicht

    Die Landwirte sind vielerorts nicht erfreut über diese Regelung – haben sie doch gerade in den letzten Septemberwochen viel zu tun: Die Mais-, die Kartoffel- und die Rübenernte stehen an – und die Frage ist auch, ob die vorhandenen Kapazitäten für die anfallende Gülle bis Januar ausreichen – dann erst dürfen die Landwirte nämlich wieder düngen.

    Ab 2020 nur noch bodennah

    Ab 2020 kommt eine weitere Neuerung dazu: Dann darf die Gülle nur noch bodennah ausgebracht werden, damit weniger klimaschädliches Ammoniak in die Luft gelangt. Dafür müssen viele Landwirte an ihren Maschinen noch nachrüsten.