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Immer mehr Eingebürgerte behalten alte Staatsangehörigkeit bei | BR24

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Immer mehr Eingebürgerte behalten alte Staatsangehörigkeit bei

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Immer mehr Eingebürgerte behalten alte Staatsangehörigkeit bei

Immer mehr neu Eingebürgerte behalten ihre alte Staatsbürgerschaft. Im vergangenen Jahr hätten 68.918 der 112.211 neu Eingebürgerten ihre alten Pässe nicht abgegeben, berichtete die "Bild" unter Berufung auf das Statistische Bundesamt.

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Die Doppelstaatler-Quote unter Neubürgern habe daher mit 61,4 Prozent deutlich höher gelegen als 2016 mit 57,8 Prozent und 2015 mit 54,2 Prozent, so der Bericht.

Das Bundesinnenministerium führte den Anstieg der Doppelstaatler-Quote gegenüber dem Blatt vor allem auf die gestiegene Zahl von Einbürgerungen von EU-Ausländern zurück. Ihre Zahl sei 2017 um 6.652 - oder 21 Prozent - gestiegen, vor allem wegen der höheren Zahl von neuen deutschen Staatsbürgern aus Großbritannien. Zwar soll Mehrstaatigkeit bei deutschen Neubürgern im Grundsatz vermieden werden, allerdings dürfen EU-Bürger bei der Einbürgerung ihren alten Pass behalten, da sie Inländern ohnehin praktisch gleichgestellt sind.

Außerdem wird bei allen Neubürgern aus Syrien, Afghanistan, Iran, Algerien, Marokko und Tunesien die Doppel-Staatsbürgerschaft geduldet, wie die Zeitung unter Berufung auf das Innenministerium berichtete. In diesen Ländern sei es in der Regel nicht möglich, die Staatsbürgerschaft abzulegen.