BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Ermittlungen gegen Kollegah und Farid Bang eingestellt | BR24

Per Mail sharen
Teilen

    Ermittlungen gegen Kollegah und Farid Bang eingestellt

    Gegen die Rapper Kollegah und Farid Bang wird nicht mehr wegen Volksverhetzung ermittelt. Die umstrittenen Liedtexte sind nicht strafbar. Das teilte der Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur mit.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Zwar seien die Liedtexte voller vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexfantasien, heißt es in der Entscheidung. Weil sie aber damit dem Genre "Gangsta-Rap" gerecht werden, sei dies nicht strafbar. Denn auch für diese Musikrichtung gelte die in der Verfassung verankerte Kunstfreiheit. 

    Auschwitz-Vergleich sorgt für Skandal

    Besonders kritisiert wurde ein Song der beiden mit der Liedzeile "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen". Kollegah und Farid Bang sorgten damit für einen Skandal. Sie wurden bei der Verleihung des Musikpreises Echo ausgebuht. Etliche Musiker gaben ihre Echo-Preise aus Protest zurück. Der Preis wurde daraufhin abgeschafft. Zudem gab es mehrere Strafanzeigen. Deshalb waren die Liedtexte der Rapper auf ihre strafrechtliche Relevanz überprüft worden.