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Wetter: Wintereinbruch bringt Schnee nach Bayern | BR24

© dpa-Bildfunk/Angelika Warmuth

Es ist Anfang Mai - und sieht doch aus wie im Dezember. Manche Regionen in Bayern hat der Schnee überrascht.

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Wetter: Wintereinbruch bringt Schnee nach Bayern

Auf der Zugspitze sind in der vergangenen Nacht rund 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Auch in der Rhön schneite es. Vielerorts in Bayern litt die Obstblüte unter dem späten Frosteinbruch. Hier die Bilder - und wie es weitergeht.

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Sturmtief Herbert zog am Samstag über Bayern hinweg und brachte arktische Kaltluft mit. In den Alpen fiel Schnee: Fünf bis 15 Zentimeter waren es in Höhenlagen über 800 Meter. Auf der Zugspitze stieg die Schneehöhe von 4,60 Metern auf 5 Meter.

Bäume brachen unter der Schneelast zusammen

Mancherorts kam es zu Verkehrsbehinderungen: So brachen in Oberbayern auf der Bundesstraße B2 bei Eschenlohe mehrere Bäume unter der Schneelast zusammen und versperrten beide Fahrspuren. Auch auf der B23 Richtung Ettal am Ettaler Berg brachen Bäumen und Äste und versperrten die Straßen. Auf der Autobahn A95 war der Winterdienst im Dauereinsatz und befreite die Straße von Schnee und streute Salz gegen die Glätte.

Glätteunfälle in Oberfranken

Auf den Autobahnen in Oberfranken hat der Wintereinbruch in kurzer Zeit für drei Unfälle gesorgt. Der Verkehrspolizei Hof zufolge wurde ein Motorradfahrer verletzt. Er war auf der A72 ins Rutschen geraten, stürzte und brach sich einen Arm. Bei den übrigen Unfällen handelt es sich um zwei Autos, die wegen der schwierigen Straßenverhältnisse in die Leitplanke gerutscht waren. Die Fahrer blieben unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf 20.000 Euro.

Unterfranken: Mit Fackeln gegen Frost im Weinberg

Auch in einigen Weinbaugebieten Frankens herrschte in der Nacht zu Sonntag Frost: In Kitzingen wurden Fackeln in Feuertöpfen angezündet, um die Reben zu wärmen.

Sorgen machen sich auch die Obstbauern am Bodensee: Martin Nüberlin, Sprecher der Lindauer Obstbauern, sagte dem BR, mit Frost habe man Anfang Mai nicht mehr gerechnet. Sollte es eine klare Nacht mit Bodenfrost bis um die vier Grad Minus geben, seien vor allem die Blüten der Erdbeeren gefährdet.

© news5

In Unterfranken haben in der vergangenen Nacht einige Bauern ihre Weinberge mit Fackeln vor dem Frost geschützt.

Allgäu: Liegestühle im Schnee

Eine geschlossene Schneedecke lag am Sonntagmorgen am Rottachsee südlich von Kempten. Der Rottachsee ist gerade am Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel. Mit Tretbooten, Liegestühlen, Tischen und Sonnenschirmen hatte man sich hier in den letzten Tagen schon langsam auf den Sommer eingestellt. Jetzt sieht es hier noch einmal aus wie Mitten im Winter.

Schneefall bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wurden am Sonntagvormittag auch aus Sonthofen (Lkr. Oberallgäu) und aus Marktoberdorf im Ostallgäu gemeldet.

Auch in der Nacht zu Montag Frost zu befürchten

Die Temperaturen im Laufe des heutigen Sonntags liegen zwischen zwei Grad an den Alpen und plus zwölf Grad am Untermain. Regen und Schnee werden sich im Verlauf des Nachmittags an die Alpen zurückziehen. Aber in der Nacht zu Montag ist wieder mit Frost zu rechnen: Es kann bis zu Minus zwei Grad kalt werden: "Die Blüte wird auch in der kommenden Nacht leiden,“ sagt BR-Meteorologe Christian Lorenz.

Am Montag soll es dann etwas wärmer werden, letzte Schauer ziehen durch. Aber die Wetterberuhigung ist nur von kurzer Dauer: Denn schon am Mittwochnachmittag, so der BR-Meteorologe soll das Aprilwetter mit Sonne, Wolken und Schauern zurückkehren. Für die Jahreszeit bleibt es weiterhin zu kalt.

© BR

Schnee im Mai.