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Zeppelintribüne in Nürnberg

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    Nürnberg: Bund gibt Geld für Zeppelintribüne und Zeppelinfeld

    Der Bund wird für die Zeppelintribüne und das Zeppelinfeld in Nürnberg 42 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das teilten SPD-Bundesabgeordnete der Stadt Nürnberg gestern mit.

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    Damit wird der Bund die Hälfte der von der Stadt veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 85 Millionen Euro übernehmen. Den Rest müssen die Stadt und die Staatsregierung übernehmen. 800.000 Euro können bereits 2018 ausgegeben werden, weitere bis zu 41,75 Millionen Euro an Bundesmitteln können in den kommenden Jahren eingesetzt werden.

    "Wir freuen uns sehr, dass der Bund endlich nach langem Werben seiner Verantwortung zum Erhalt dieses historischen Zeugnisses als Mahn- und Erinnerungsort gerecht wird. Dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg kommt eine wesentliche Funktion für die Geschichtskultur in Deutschland zu, die gemeinsam mit Bund und dem Freistaat Bayern erhalten und genutzt werden sollte." Pressemitteilung CSU-Bundestagsfraktion

    "Lernort Zeppelinfeld"

    Das Konzept der Stadt sieht vor, die Zeppelintribüne und das Zeppelinfeld als Lern- und Erfahrungsort zur Geschichte der Reichsparteitage zu erhalten. Eine Mystifizierung dieser Bauwerke aus der Nazi-Zeit soll auf jeden Fall vermieden werden. um den Nationalsozialismus und seine Propagandatechniken. Sie sind auch ein wichtiges Zeugnis für die Entwicklung einer demokratischen Erinnerungskultur in der Bundesrepublik Deutschland, so die Stadt Nürnberg.

    Seit Jahren ist das Relikt Thema

    Bereits jetzt müssen einzelne Decken innerhalb des Gebäudes abgestützt werden. Im Außenbereich wurde die Stadt gezwungen Zäune aufzustellen, um Besucher vor herabstürzenden Steinbrocken zu schützen. Jahrelang liefen Diskussionen darüber, was mit dem Gelände und den Bauwerken geschehen solle. 2004 legte die Stadt Nürnberg dann fest, dass die baulichen Relikte der NS-Zeit weder verfallen noch rekonstruiert werden sollen. 200.000 Menschen besuchen jährlich das Gelände.