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Klaus Zecherle beim Gießen

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Die Trockenheit macht Bayerns Wäldern zu schaffen

Wegen der lang anhaltenden Trockenheit drohen alle im Frühjahr angepflanzten Bäume zu vertrocknen. Aber man kann Abhilfe schaffen - durch Gießen. Von Christoph Arnowski

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Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Auf dem Traktor ein 1.000-Liter-Tank: Damit kommt Klaus Zecherle aus dem Landkreis Eichstätt derzeit einmal pro Woche zu seinem Grundstück im Wald. Er gießt dort die 700 kleinen Eichen und 300 Douglasien, die er im März gepflanzt hat - einen Baum nach dem anderen. Viel Arbeit ist das für den Nebenerwerbslandwirt und seine Helfer, aber anders geht es nicht, sonst wäre die gesamte Aufforstung in Gefahr.

"Wenn jetzt die Witterung so bleibt, dann täten sie wahrscheinlich alle vertrocknen bis im Herbst und dann hätten wir 70, 80 Prozent Ausfall auf der Fläche." Klaus Zecherle

Seit zwei Monaten hat es hier in der Gegend kaum mehr geregnet. Ohne künstliche Bewässerung haben die Bäumchen keine Chance. So wie auf der Parzelle von Benedikt Dirsch ein paar Kilometer weiter. Fast alle der 3.500 im Frühjahr gepflanzten Lärchen und Douglasien haben nur mehr braune Nadeln, sind total kaputt - für Dirsch ein Schaden von 7.000 Euro.

Bundesweit 500 Millionen Bäume gefährdet

Doch noch haben nicht alle Waldbesitzer ihre Neuanpflanzung verloren.

"Ich schätzte, im Moment sind im Landkreis von den Kulturen ca. 30 bis 40 Prozent ausgefallen. Wenn es nicht zu regnen anfängt, dann können wir mit mit 90 bis 100 Prozent Ausfall rechnen. Das sieht dann so aus wie hier auf dieser Fläche, wo halt fast wirklich nichts mehr da ist." Elke Harrer, Försterin Forstbetriebsgemeinschaft Eichstätt

Durch die Trockenheit, so schätzt der Bundesverband Deutscher Forstleute, drohen bundesweit bis zu 500 Millionen neu angepflanzter Bäume verloren zu gehen.