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Festakt in Würzburg: Sudetendeutsche feiern 70 Jahre Integration | BR24

© picture-alliance/dpa

Sudetendeutsche Landsmannschaft (Symbolbild)

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    Festakt in Würzburg: Sudetendeutsche feiern 70 Jahre Integration

    In Würzburg erinnert die Sudetendeutsche Landsmannschaft Bayern am Sonntag bei einer Feierstunde an den Beginn der Integration von Deutschen aus Böhmen, Mähren und Sudeten-Schlesien vor 70 Jahren. Festrednerin ist Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

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    Erstmals kommt zu diesem Treffen auch der tschechische Botschafter Tomáš Jan Podivínský. Eine Geste, die der Vorsitzenden der Landsmannschaft, Steffen Hörtler, sehr zu schätzen weiß, vor allem vor dem Hintergrund des derzeit angespannten deutsch-tschechische Verhältnisses beim Thema Vertriebene. Vor dem Festakt findet noch ein Totengedenken mit Kranzniederlegung am Trautenauer Denkmal statt.

    Heimatvertriebene: Neuanfang nach dem Krieg im Westen

    Vor sieben Jahrzehnten begann die Integration der wie auch der anderen aus den deutschen Siedlungsgebieten im Osten Europas. Sie war die größte Herausforderung der Nachkriegszeit in Deutschland und in Bayern. Entwurzelt und heimatlos standen viele Heimatvertriebene vor den Scherben ihrer Existenz.

    Merkel verurteilt Vertreibung

    Vor etwa drei Wochen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Rede gesagt:

    "Die Heimatvertriebenen waren Opfer, die bitteres Unrecht erlitten haben. Aber wir verkennen auch nicht Ursache und Wirkung: Vertreibung und Flucht der Deutschen waren eine unmittelbare Folge des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs und der unsäglichen Verbrechen während der nationalsozialistischen Diktatur. Doch das ändert nichts daran, dass es für Vertreibung weder eine moralische noch eine politische Rechtfertigung gab." Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

    Über den letzten von Angela Merkel geäußerten Satz drückte der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman seine "tiefste Missbilligung" aus, wie ein Sprecher mitteilte.