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Drahtseil gespannt: Möglicherweise Anschlag auf ICE-Strecke | BR24

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© BR / Henning Pfeifer

Vor drei Wochen haben offenbar Unbekannte ein Drahtseil über die Gleise der ICE-Strecke Nürnberg-München gespannt. Das bestätigte jetzt das LKA.

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Drahtseil gespannt: Möglicherweise Anschlag auf ICE-Strecke

Unbekannte Täter haben Anfang Oktober bei Allersberg ein Drahtseil über die Gleise der ICE-Trasse gespannt. Ein ICE riss das Seil durch. Wie das Bayerische LKA berichtet, wurde in der Nähe ein Drohschreiben in arabischer Sprache gefunden.

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Zu dem Vorfall kam es laut LKA-Bericht am späten Abend des 7. Oktober. Der Lokführer eines ICE Richtung München vernahm kurz nach 23 Uhr ein verdächtiges Geräusch und setzte seine Fahrt fort. In München stellte er einen Schaden an der Windschutzscheibe fest.

Erst nach einigen Tagen wurde die Polizei informiert, die die Umgebung bei Allersberg in der vergangenen Woche absuchte. An der Strecke stellte sie das Drahtseil sicher, das über die Gleise gespannt gewesen war. Außerdem fand die Polizei Holz- und Eisenteile, die möglicherweise auf die Schienen gelegt worden waren.

Drohschreiben in der Nähe gefunden

In der Nähe wurde ein Drohschreiben in arabischer Sprache gefunden. Das ausgedruckte Blatt, so ein LKA-Sprecher, enthalte Drohungen allgemeiner Art und keine Hinweise auf einen konkreten Anschlag. "Wir nehmen es trotzdem sehr ernst." Die Bewertung des Drohschreibens sei noch nicht abgeschlossen. Untersucht wird auch ein arabischer Schriftzug, der an einer Brücke aufgesprüht wurde. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass das Graffito älteren Ursprungs ist.

Die Generalstaatsanwaltschaft München übernahm am 26.10.2018 zusammen mit dem Bayerischen Landeskriminalamt die Ermittlungen, diese würden in alle erdenklichen Richtungen geführt. Wegen des Drohschreibens ermittelt die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.

Zeugen gesucht

Wer um den 7. Oktober von verdächtigen Wahrnehmungen berichten oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit dem Bayerischen Landeskriminalamt oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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  • Henning Pfeifer
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