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Bewährungsstrafe für Präsident der Hofer "Hells Angels" | BR24

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Die Angeklagten Hells Angels vor Gericht

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    Bewährungsstrafe für Präsident der Hofer "Hells Angels"

    Im Prozess gegen zehn "Hells Angels"-Mitglieder ist am Landgericht Hof das Urteil gefallen. Der Hauptangeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Von Annerose Zuber

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    Der 50-jährige Präsident des Hofer Motorrad-Clubs "Hells Angels" wurde am Mittwoch (28.02.18) vor dem Landgericht Hof zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Zudem muss er 6.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen. Ein weiteres "Hells-Angels" Mitglied erhielt wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung eine Bewährungsstrafe von sieben Monaten. Hintergrund war eine aufsehenerregende Schlägerei in Hof im Mai 2016.

    Hilfe für den Neffen

    Der 50-Jährige hatte während des Verfahrens zugegeben, dass er damals mit einem Schlagstock mehrfach auf den Kopf eines Mitglieds vom rivalisierenden Motorrad-Rocker-Club "Gremium" eingeschlagen habe. Damit habe er nur seinem Neffen helfen wollen, der mit dem "Gremium"-Mitglied in eine Rauferei verwickelt war, so der Hauptangeklagte.

    Verfahren eingestellt

    Die Schlägerei hatte in der Hofer Innenstadt für Aufsehen gesorgt. Ursprünglich standen zehn "Hells Angels"-Mitglieder vor Gericht. Ihre Verfahren wurde größtenteils wegen geringer Schuld mit Geldauflagen zwischen 600 und 6.000 Euro eingestellt.

    Urteil angenommen

    Während der Hauptangeklagte im Gerichtssaal das Urteil angenommen hat, prüft die Staatsanwaltschaft noch, ob sie Revision einlegt. Der Staatsanwalt hatte drei Jahre Haft ohne Bewährung gefordert.