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AfD-Parteitag: Computertüftler fälschlicherweise in Gewahrsam | BR24

© BR/Torsten Thierbach

Vor AfD-Parteitag: Augsburger Computer –Tüftler in Polizeigewahrsam

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AfD-Parteitag: Computertüftler fälschlicherweise in Gewahrsam

Wegen einer Spenden-Kontonummer auf ihrer Website mussten Augsburger Computertüftler vor dem AfD-Parteitag in Augsburg in Polizeigewahrsam. Sie wurden fälschlicherweise mit einem Krawall-Reiseführer in Verbindung gebracht.

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Wie nun bekannt wurde, hatten Staatsschutz und Staatsanwaltschaft im Vorfeld des AfD-Parteitags die Räume des Zwiebelfreunde e.V. durchsuchen lassen. Die Beamten nahmen Computer, Festplatten und private Unterlagen mit.

Verbindung zum Krawallreiseführer vermutet

Grund für die Aktion: Der Verein hatte auf seiner Homepage das Spendenkonto des Email-Anbieters riseup hinterlegt. Die Dienste dieses Providers sollen auch die Initiatoren des Krawallreiseführers für Augsburg in Anspruch genommen haben. Staatsschutz, Staatsanwaltschaft und Polizei vermuteten deshalb eine Verbindung zu den Zwiebelfreunden und zum Open Lab in Augsburg.

Zwiebelfreunde arbeiten mit Polizei zusammen

Eine solche Verbindung hat es aber nie gegeben, versichert der Vereinsvorsitzende Moritz Bartl. Er wundert sich vor allem auch deshalb über die Durchsuchungsaktion, weil der Verein unter anderem bei der Polizei IT-Workshops gibt und auch bei der Internationalen Polizeivereinigung Vorträge hält.

Chemische Formel sorgt für Räumung des Büros

Bei der Durchsuchung nahm die Polizei unter anderem auch diverse Chemikalien zur Reinigung von 3D-Druckern mit. Als die Beamten außerdem eine chemische Formel an einer Tafel entdeckten, musste das Büro geräumt werden.

Elektrogeräte sind weiter unter Verschluss

Bartl und zwei weitere Vereinsmitglieder wurden daraufhin vier Stunden lang in Gewahrsam genommen. Inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuß, die beschlagnahmten elektronischen Geräte hat die Polizei aber noch immer unter Verschluss. Der Verein ist derzeit deshalb nur bedingt arbeitsfähig. Unter anderem kann ein von der EU finanziertes Millionen-Projekt nicht weitergeführt werden.