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Empfang via Kabel Fernsehen & Radio im Digitalkabel

Die Kabelnetzbetreiber übernehmen weitgehend das digitale Programmangebot der ARD, darunter die BR-Programme, und speisen es in ihre digitalen Kabelnetze ein. Nachdem die ARD sich nun mit den beiden großen Kabelnetzbetreibern Unitymedia und Vodafone Kabel Deutschland geeinigt hat, werden alle bislang fehlenden Radio- und TV-Programme der ARD in deren Kabelnetzen in den nächsten Wochen zusätzlich verfügbar sein - Zusatzdienste wie die Mediatheken via Red Button (HbbTV) und weitere Optionen eingeschlossen.

Stand: 09.04.2018

Illustration: Abstrahiertes Haus mit Kabelanschluss; Fernseher und Radio | Bild: BR

Programmvielfalt und hochauflösende Qualität

Mit einem digitalem Kabelreceiver empfängt man über die Kabeldose ein vielfältiges Angebot an Fernseh- und Radioprogrammen. Der analoge Kabelempfang ist dagegen ein Auslaufmodell, das bis Ende 2018 endgültig der Vergangenheit angehören soll. Kunden, die erst jetzt auf digital umstellen, benötigen zum Empfang einen digitalen Kabelreceiver (DVB-C).

Viele Flachbildschirme haben einen DVB-C Empfänger bereits eingebaut und sind so für Digitalempfang vorbereitet. Wer ein älteres Fernsehgerät weiter am Kabelanschluss nutzen möchte, benötigt einen zusätzlichen Kabel-Receiver (Set-Top-Box) für den Digitalempfang. Für die Wiedergabe von Programmen in hochauflösender Qualität (HDTV) müssen Receiver und Fernseher HD-tauglich sein.

Alle ARD- und ZDF-Programme einschließlich ihrer HD-Programme sind in Deutschland immer unverschlüsselt und frei empfangbar – auch im Kabelnetz. Dafür sind weder ein spezieller („Digital“-) Kabelvertrag noch eine Smartcard oder ein zusätzliches Abo erforderlich.

So kommen unsere Programme ins digitale Kabel

Die Kabelnetzbetreiber führen die Programme meist direkt vom Satelliten zu und bereiten sie an ihrer Kopfstation für die Weitersendung in die Kabelanlage auf. In der Regel werden die Signale vom DVB-S/S2-Standard der Satellitenübertragung anschließend in den DVB-C Standard für digitales Kabel gewandelt. Auch die Wandlung in ein analoges Fernsehsignal geschieht an der Kopfstation, aber das ist bald nicht mehr erforderlich bzw. medienrechtlich erlaubt.

Im Grunde sind aber auch andere Signalverteilungen über eine Hausanlage möglich, zum Beispiel die Durchleitung von Satellitensignalen, von DVB-T/T2-Signalen oder auch IP-Signalen. Das hängt vom Betreiber und seinem Konzept beziehungsweise vom Aufbau der Kopfstelle ab. Zum Empfang sind dann jeweils entsprechende Receiver erforderlich.

Hinweis: Zum Ärger von Kunden und Programmanbietern werden nicht immer alle Signale vollständig eingespeist. So können Zusatzdienste oder auch einzelne Programme fehlen, wenn der Betreiber diese nicht durchleitet.


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