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Fragen und Antworten FAQ zu DVB-T2 HD

Sie haben Fragen zu DVB-T2 HD? Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zum neuen digitalen Fernsehen als FAQs zusammengestellt.

Stand: 30.04.2018

Fernbedienung, DVB-T2-Logo und Kaffeetassee | Bild: BR / Julia Müller

Was ist DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD – Logo

Unter der Bezeichnung "DVB-T2 HD" wird in Deutschland das digitale Antennenfernsehen der zweiten Generation bezeichnet. Diese Bezeichnung und das dazugehörige grüne Logo sind eine Orientierungshilfe für Zuschauerinnen und Zuschauer für den Kauf von Endgeräten. Das Logo signalisiert, welche Geräte kompatibel zu den neuen in Deutschland eingesetzten Standards sind. Dabei müssen Endgeräte, die das Logo tragen, einen umfangreichen Satz an Mindestspezifikationen erfüllen. Prägnantestes Merkmal ist dabei die Kombination des (auch in anderen Ländern eingesetzten) Übertragungsstandards DVB-T2 mit dem (bis jetzt nur in Deutschland eingesetzten) Videokodierverfahren HEVC.

Warum stellt die ARD auf DVB-T2 HD um?

Für das Antennenfernsehen stehen in Zukunft weniger Frequenzen zur Verfügung. Hintergrund ist das Ziel der Bundesregierung, schnelles Internet über Mobilfunk in vielen weiteren Regionen Deutschlands zur Verfügung zu stellen. Deshalb müssen alle Frequenzen über 700 MHz, auf denen bisher DVB-T gesendet wurde, bis Mitte 2019 geräumt werden. Der bisherige Standard, den in Bayern rund 7 Prozent der Haushalte nutzen, ist nicht weiter ausbaubar.

Um terrestrisches Antennenfernsehen in die Zukunft zu führen und den heutigen Qualitätsansprüchen der Nutzer bei der Bildqualität gerecht zu werden, haben sich alle Fernsehanbieter dazu entschlossen, das bisherige System auf DVB-T2 HD umzustellen.

Die moderne, sehr effiziente Technik von DVB-T2 in Kombination mit dem Videoformat HEVC ermöglicht – trotz des Verlusts von Frequenzen – ein attraktives und umfangreicheres Fernsehangebot in Full HD über Antenne. Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Empfangswegen, wie Kabel und Satellit, ist der mobile Empfang.

Von der Umstellung auf DVB-T2 HD sind alle Programme der ARD – Das Erste, die Dritten Programme, die Digitalprogramme sowie die Partnerprogramme – betroffen. Die ARD steigt in mehreren Schritten auf DVB-T2 HD um, begonnen wurde am 29. März 2017. Der Umstieg wird bis spätestens Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Was ist der Unterschied zwischen DVB-T und DVB-T2?

Bei DVB-T2 handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Übertragungsstandards DVB-T, durch den deutlich höhere Datenraten bei einer vergleichbaren Versorgung erreicht werden können. Viele Länder setzten schon DVB-T2 ein.
Die dadurch gewonnene Datenrate wird in Deutschland dazu genutzt, die Programmvielfalt zu erhöhen. Dabei ermöglicht die Verwendung des hocheffizienten Kompressionsverfahrens HEVC/H.265, Programminhalte in HD-Qualität zu übertragen. Die Kombination aus DVB-T2 und HEVC wird bisher nur in Deutschland eingesetzt.

Der Rundfunk (TV) muss zugunsten des Breitbandausbaus für schnelles Internet auf einen Teil seiner Frequenzen verzichten - welche Auswirkungen hat das für die Zuschauer?

Die Kanäle 49 – 60 (700 MHz-Band) stehen für die terrestrische Übertragung von Rundfunkdiensten künftig nicht mehr zur Verfügung. Ab 2019 verbleiben nur noch die Kanäle 21 – 48 (470 - 690 MHz). Deshalb werden Frequenzwechsel im Zuge der DVB-T2 HD-Umstellung unumgänglich sein. In manchen Regionen wird es sich jedoch nicht vermeiden lassen, einzelne Programmpakete auch im laufenden Regelbetrieb auf andere Kanäle/Frequenzen zu legen. Dann wird ein Sendersuchlauf am Empfänger erforderlich.

Wann steht DVB-T2 HD in Bayern zur Verfügung und wie lange gibt es noch DVB-T?

Am 29. März 2017 wurden zuerst in den großen Ballungsräumen (München/Südbayern und Nürnberg/Mittelfranken) alle Programme von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. Der zweite Schritt folgte in der Region Unterfranken am 8. November.

Vom 23.-26. April 2018 wird die nächste Umstellung in Teilen Oberbayerns (Traunstein, Gelbelsee, Pfaffenhofen, Untersberg) und Schwaben (Augsburg) durchgeführt.
Im Herbst geht es in Oberfranken (Bamberg, Ochsenkopf) und Teilen der Oberpfalz (Amberg) am 26. September weiter. Im Folgemonat sind am 24. Oktober das Allgäu (Grünten, Pfänder) und weitere oberbayerische Gebiete (Hohenpeissenberg, Garmisch-Partenkirchen) an der Reihe. Voraussichtlich Mitte März 2019 folgen dann alle übrigen bayerischen Regionen in Ostbayern (Landshut, Regensburg/Hohe Linie, Hoher Bogen, Brotjacklriegel, Passau und Pfarrkirchen).

Bis DVB-T2 HD in einer Region aufgeschaltet wird, läuft DVB-T bis zur Umstellung dort noch weiter.

Welche Bildauflösung haben die ARD-Programme über DVB-T2 HD ?

Alle ARD-Programme werden im Ausstrahlungsformat 1080 p/50 (Full HD) übertragen.

Wo wird DVB-T2 HD empfangbar sein?

Die ARD wird ihre Programme in HD-Qualität in vielen Regionen verbreiten. Die Entscheidung über den jeweiligen Sendernetzausbau obliegt den einzelnen Rundfunkanstalten in ihrem jeweiligen Sendegebiet, in Bayern dem Bayerischen Rundfunk.

Wie kann überprüft werden, welcher Starttermin für einzelne Regionen gilt?

Der Empfangscheck auf www.br.de/dvbt2empfang gibt mit Hilfe einer Postleitzahlensuche Auskunft, wann eine Umstellung geplant ist und welche Programme dann zu Verfügung stehen. Auch die BR-Frequenzsuche www.br.de/frequenz bietet unter DVB-T/DVB-T2HD eine Auskunft über den eigenen Wohnort.

Welche öffentlich-rechtlichen Programme sind künftig über Antenne zu empfangen?

Bundesweit werden Das Erste HD, ONE HD, tagesschau 24 HD und die Partnerprogramme 3sat HD, arte HD, KiKA HD und PHOENIX HD verbreitet. Das ZDF sendet bundesweit ZDF HD, ZDFneo HD und ZDFinfo HD.
Außerdem werden in Bayern folgende Programme verbreitet: BR Fernsehen Nord/Süd HD, ARD alpha HD, hr HD, MDR Thüringen HD, rbb Berlin HD und SWR Baden-Württemberg HD.
Zusätzlich gibt es in Bayern Programme - wie den WDR - die via Internet Link Service (ILS) mit eingebunden werden; dazu ist ein geeignetes Empfangsgerät und ein Internetzugang erforderlich.

Sind die öffentlich-rechtlichen HD-Programme frei empfangbar?

Alle über DVB-T2 HD empfangbaren ARD und ZDF -Programme stehen kostenfrei und unverschlüsselt in HD-Qualität zur Verfügung.

Welche Zusatzdienste gibt es bei DVB-T2 HD ?

Die TV-Programme werden mit Zusatzdiensten wie Elektronischem Programmführer EPG, HbbTV, Untertitel & Audiodeskription und Teletext angeboten.

Was ist Freenet TV?

Freenet TV ist der Name der Plattform unter der die privaten Programme verschlüsselt über DVB-T2 HD zu empfangen sind.

Das Logo freenetTV kennzeichnet Set-Top-Boxen mit integriertem Entschlüsselungsmodul und CI+Module, die zum Empfang der privaten Programme eingesetzt werden können.

Werden die privaten Programme wie bei DVB-T weiterhin kostenfrei und unverschlüsselt übertragen?

Nein, zukünftig werden die meisten Programme der privaten Programmveranstalter (darunter die großen Sendergruppen RTL und ProSiebenSat1) nur verschlüsselt übertragen. Für die Entschlüsselung wird eine Servicegebühr vom Plattformbetreiber freenetTV erhoben. Die Höhe beläuft sich derzeit auf 69 Euro im Jahr oder 5,75 € im Monat. An welchen Standorten und Regionen die privaten Programme empfangbar sind, entscheidet freenetTV. In Bayern ist das im Raum München/Südbayern, Nürnberg und in Augsburg der Fall. In Neu-Ulm /Ulm ist die Aufschaltung privater Programme für Herbst 2018 geplant.

Welche privaten Programme stehen bei DVB-T2 HD zur Verfügung?

In der Empfangsprognose auf www.br.de/dvbt2empfang werden neben den Programmen der ARD auch die zur Verfügung stehenden privaten Programme angezeigt.

Welche Endgeräte gibt es für DVB-T2 HD?

Sowohl Set-Top-Boxen zur Aufrüstung älterer Fernseher als auch Fernseher mit integriertem DVB-T2 HD Receiver sind in allen Preis- und Ausstattungsklassen verfügbar.

Beim Kauf von Endgeräten muss zwingend darauf geachtet werden, dass das Gerät mit einem DVB-T2 Empfangsteil ausgestattet sein und außerdem den Video-Codec HEVC ( auch als H. 265 bezeichnet) unterstützt. Das DVB-T2 HD Logo bietet hier eine wichtige Orientierungshilfe.

Es gibt mindestens drei Endgeräteklassen. Wichtig zu wissen ist: Die öffentlich-rechtlichen Programme von ARD und ZDF sind auf allen Geräteklassen immer kostenfrei und unverschlüsselt zu empfangen!


Endgeräte mit grünem DVB-T2 HD-Logo
Diese Geräteklasse ermöglicht den Empfang aller Programme, die über DVB-T2 HD ausgestrahlt werden. Neben den unverschlüsselten Programmen von ARD und ZDF sind damit auch verschlüsselte privater Programmangebote prinzipiell empfangbar - dazu kann ein Entschlüsselungsmoduls (Extrakosten) des Plattformbetreibers Freenet TV erforderlich sein, sofern das Gerät kein Freenet TV-Logo trägt.
Endgeräte (Fernseher und Set-Top-Boxen) sind bereits in allen Preis- und Ausstattungsklassen im Fachhandel erhältlich.

Endgeräte mit Freenet TV - Logo
Diese Geräteklasse ermöglicht den Empfang aller Programme (unverschlüsselt und verschlüsselt) ohne zusätzliches Entschlüsselungsmodul. Hier ist die Entschlüsselungtechnik bereits im Gerät eingebaut. Endgeräte (Set-Top-Boxen und Entschlüsselungsmodule) sind seit dem Start der ersten Stufe (Ende Mai 2016) verfügbar. Fernseher mit „eingebauter“ Freenet TV-Entschlüsselung wird es voraussichtlich nicht geben.

Endgeräte ohne (offizielles) Logo (tragen keines der beiden o.g. Logos)
Diese Geräteklasse ermöglicht den Empfang aller unverschlüsselten Programme, die über DVB-T2 HD ausgestrahlt werden. Dies werden vor allem die Programme von ARD und ZDF sein. Es gibt KEINE Nachrüstmöglichkeit zum Empfang verschlüsselter Programme. Die Unterstützung der bereitgestellten Zusatzdienste wie EPG, Videotext, Untertitel, Audiodeskription, die Umschaltung in die Regionalprogramme ist abhängig vom jeweiligen Hersteller. Bei solchen Geräten ist es wichtig darauf zu achten, dass der Videokodierstandard HEVC (H.265) unterstützt wird. Endgeräte (Set-Top-Boxen und Fernseher) sind im Fachhandel erhältlich.

Wie kann ich auch Mediatheken mit einem DVB-T2 HD-Receiver nutzen (HbbTV)?

Auch mit dem neuen Antennenfernsehen DVB-T2 HD lassen sich die HbbTV-Angebote der Programmanbieter nutzen. Voraussetzung ist, dass ein DVB-T2-Empfänger HbbTV-fähig ist und mit dem Internet verbunden wird.

Hinweis: Falls Sie als DVB-T-Nutzer bisher über einen Smart-TV HbbTV aufgerufen haben, funktioniert der Dienst mit der Umstellung auf DVB-T2 nicht mehr am TV-Gerät. Achten Sie daher beim Kauf eines neuen DVB-T2-Receivers auf die HbbTV-Funktionalität und verbinden Sie diesen mit dem Internet! Mehr zu HbbTV

Kann ich meinen DVB-T Empfänger auch für DVB-T2 HD weiterhin nutzen?

Nein, für den Empfang von DVB-T2 HD sind neue Empfangsgeräte erforderlich. Fernsehgeräte können mit DVB-T2 HD-Receiver (Set-Top-Box) nachgerüstet und weiterhin genutzt werden.

Kann ein Röhrenfernseher auch mit DVB-T2 HD genutzt werden?

Grundsätzlich kann DVB-T2 HD auch mit einem Röhrenfernseher genutzt werden. Wichtig: Eine neue Set-Top-Box für DVB-T2 HD sollte einen SCART-Ausgang besitzen. Über diesen Ausgang lassen sich die meisten Röhrenfernseher direkt anschließen. Mit Röhrenfernsehern lässt sich die bessere HD-Bildqualität nicht sichtbar nutzen.

Kann ein Flachbildfernseher (nicht DVB-T2 HD-fähig) auch mit DVB-T2 HD genutzt werden?

Grundsätzlich kann DVB-T2 HD auch mit Flachbildfernseher älterer Generation genutzt werden.  Vor dem Kauf der Set-Top-Box frü DVB-T2 HD sollte überprüft werden, welche Anschlüsse der Flachbildfernseher besitzt. Geräte der ersten Generation haben evtl. nur einen SCART-Eingang, dementsprechend benötigt die neue Set-Top-Box einen SCART-Ausgang. Ist ein HDMI-Eingang am Flachbildfernseher vorhanden, sollte die Set-Top-Box per HDMI-Kabel verbunden werden, da sich so die beste Bildqualität erzielen lässt.

Welche Möglichkeit gibt es ein vorhandenes TV-Gerät mit einer neuen Set-Top-Box zu verbinden?

Die am häufigsten anzutreffenden Anschlussarten sind:

  • der analoge SCART-Eingang
  • der digitale HDMI-Eingang

Die Set-Top-Box der Wahl sollte auf die vorhandenen Anschlüsse abgestimmt sein. Wenn vorhanden, sollten immer die HDMI-Anschlüsse verwendet werden. Nur so lässt sich die beste Bildqualität erzielen.

Kann ein vorhandener Video- oder DVD-Recorder weiter genutzt werden?

Sofern das vorhandene Aufnahmegerät eine Aufnahme von einer externen Quelle zulässt, können die Geräte auch weiterhin zum Aufzeichnen von Programmen genutzt werden.

Viele Set-Top-Boxen für DVB-T2 HD bieten auch eine so genannte PVR-Funktion (Personal Video Recorder) bzw. einen USB-Anschluss für Speichermedien. In der Regel wird dazu eine Festplatte oder ein Speicherstick mit USB-Anschluss direkt mit der Set-Top-Box verbunden. Dies ermöglicht dann eine Aufnahme von Programmen direkt mit dem Empfangsgerät, also ohne zusätzlichen Video- oder DVD-Recorder.

Worauf muss ich beim Kauf eines Empfangsgerätes für DVB-T2 HD achten?

DVB-T2 HD – Logo

Grundsätzlich sollte man beim Kauf eines Empfangsgerätes darauf achten, dass es nicht nur DVB-T2, sondern unbedingt auch den HEVC/H.265-Codec unterstützt. Das grüne DVB-T2 HD – Logo zeichnet Geräte aus, welche die deutschen Spezifikationen einhalten. Das Endgerätelogo wurde von der Initiative "DVB-T2HD" veröffentlicht.
Wenn man verpasste Sendungen aus den Mediatheken der Programmanbieter nutzen möchte, ist darauf zu achten, dass das Gerät ans Internet angeschlossen werden kann und HbbTV unterstützt.

Muss mit Start des Regelbetriebs ein Sendersuchlauf durchgeführt werden?

Ja, grundsätzlich sollten alle Zuschauerinnen und Zuschauer mit DVB-T2 Empfang am Stichtag der Umstellung einen Sendersuchlauf durchführen, um das Programmangebot nutzen zu können.

Wann ist ein neuer Sendersuchlauf am DVB-T2 HD Empfangsgerät erforderlich?

Sobald eine Umstellung auf DVB-T2 HD stattfindet, ist ein Suchlauf bei der Erst-Inbetriebnahme des DVB-T2 HD Empfangsgeräts erforderlich. Aber immer erst ab dem Zeitpunkt, sobald der Standort auf Sendung gegangen ist.

Auch wenn ein Sendekanal nach einiger Zeit geändert werden muss, bedeutet dies für Zuschauer in der jeweiligen Region, nochmals einen Suchlauf auf dem Empfangsgerät durchzuführen.

Ein Suchlauf kann auch erforderlich sein, wenn man umzieht und sich das Empfangsgebiet der Sendekanäle grundlegend verändert. Dabei kann sich auch die Art der Antenne ändern, die zum Empfang notwendig ist.

Wann und warum kommt es zu einem Kanalwechsel?

Nicht alle Programm-Bouquets können von Beginn an auf ihrem endgültigen Kanal gesendet werden, zum Beispiel weil sie in manchen Regionen Bayerns oder in Nachbarbundesländern vorübergehend noch für DVB-T in Gebrauch sind. Im Lauf der Umstellung auf DVB-T2 HD wird es daher in einigen Regionen zu einem Kanalwechsel kommen.

Dies betrifft insbesondere auch alle Sendekanäle, die noch über Kanal 48 liegen - denn dieser Frequenzbereich wird ab Mitte 2019 für den Breitbandausbau bzw. das mobile Internet eingesetzt und muss daher geräumt werden.

Folgende Termine sind in Bayern geplant (Änderungen beim Datum vorbehalten):

24. 04. 2018: München/Südbayern, Kanal 56 > 30 (BR-Bouquet)
24. 10. 2018: Augsburg, Pfaffenhofen, Gelbelsee, Kanal 36 > 22 (BR-Bouquet)
28. 11. 2018: Unterfranken, Kanal 25 > 26 (ZDF-Bouquet)
03. 04. 2019: Nürnberg/Mittelfranken Kanal 55 > 42 (ARD-Bouquet) und Kanal 47 > 29 (BR-Bouquet)

Ändert sich ein Kanal, macht dies für Zuschauern in der jeweiligen Region einen Suchlauf auf dem Empfangsgerät erforderlich.

Kann ich meine bisher verwendete Antenne für DVB-T2 HD weiterhin nutzen?

Ja. Der Empfang von DVB-T2 HD wird in der Regel mit derselben Antenne möglich sein, die auch bisher für DVB-T aufgewendet wird (Empfang mit Zimmerantenne in den Ballungsräumen, Empfang mit Außen- oder Dachantenne in der Fläche). Wie für DVB-T ist für den Empfang von DVB-T2 HD eine Antenne für den UHF-Bereich notwendig.

Wie kann man die österreichischen Fernsehsender in Bayern empfangen?

Das österreichische DVB-T2-Angebot unter dem Markennamen "SimplyTV" ist nur für Personen mit österreichischem Wohnsitz vorgesehen. SimplyTV ist grundverschlüsselt aber ein Basispaket (ORF, Servus TV, 3Sat, ATV: jeweils in HD/SD; Puls 4 in SD) ist kostenfrei mit einem registrierten SimplyTV- Receiver zu empfangen. Gegen ein kostenpflichtiges Abo von 10 €/Monat sind in Österreich außerdem auch deutsche HD-Programme zu beziehen. Nähere Infos dazu sind im Internet unter www.simplytv.at erhältlich.

Wichtig für Bayern:
Grenzübergreifend besteht die Möglichkeit, ORF eins und ORF 2 in SD-Qualität auch in Teilen Bayerns - vorerst noch bis 2019 - unverschlüsselt über Antenne zu empfangen. 
Vom Sender Gaisberg sind die beiden ORF Programme weiterhin über Kanal 32 frei empfangbar. In Tirol und Vorarlberg sind sie über die grenznahen Sender Ehrwald/Zugspitze (Kanal 49) und Bregenz/Pfänder (Kanal 24) verfügbar.


Für den Empfang der unverschlüsselten ORF-Programme ist ein Empfangsgerät geeignet, das DVB-T2 und das Videoformat H.264 unterstützt. 
In Deutschland wird beim Antennenfernsehen unter dem Namen „DVB-T2 HD“ allerdings DVB-T2 in Kombination mit dem weiter entwickelten Videoformat H.265 eingesetzt. Teilweise unterstützen aber auch die für Deutschland geeigneten Receiver das österreichische Format H. 264. Im Zweifel erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Fachhändler bzw. beim Hersteller (siehe auch Datenblatt des Geräts).

Sind über das „normale“ DVB-T2 Programmpaket hinaus weitere öffentlich-rechtliche Programme zu empfangen ? Was sind Internet Link Services?

Im BR-Sendegebiet wird das Programm „WDR Köln (Internet)“ über einen so genannten Internet Link Services (ILS) angeboten. Im bayerischen DVB-T2 HD Versorgungsgebiet erscheint es - nach einem Sendersuchlauf - in der Programmliste des Receivers.

Dabei wird der WDR-Livestream aus dem Internet auf dem Fernseher wiedergegeben. Voraussetzung dafür ist ein geeignetes DVB-T2 HD Empfangsgerät mit integrierter HbbTV-Funktion, das mit dem Internet verbunden ist. Für eine reibungslose Datenübertragung sollten dauerhaft 6 Mbit/s verfügbar sein.

ARD Internet Programm | Bild: ARD

Beim Aufruf des Angebots kann es zu kurzen Ladezeiten kommen.

Zu erkennen ist diese Art von Angebot am Zusatz "Internet" hinter dem Programmnamen und nebenstehender Tafel nach Anwahl des Programms.


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