Unternehmen - Der BR


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BR in Zahlen Qualitätssicherung

Was haben die Menschen in Bayern davon, dass es den Bayerischen Rundfunk gibt? Was ist der BR "wert“? Der BR hat als öffentlich-rechtlicher Sender der Gesellschaft gegenüber eine besondere Verpflichtung und Verantwortung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BR arbeiten daher kontinuierlich daran, die Qualität der Programme zu verbessern - mit qualitativen Verfahren und repräsentativen Befragungen.

Stand: 15.12.2015

Illustration: Ein Siegel durch eine Lupe betrachtet | Bild: BR

zum Artikel Aktuelle GfK-Studie Große Mehrheit steht hinter "ihrem" BR

Die Ergebnisse einer aktuellen Befragung zeigen eine große Wertschätzung für den BR und seinen gesellschaftlichen Beitrag. Die Zustimmung zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seiner Finanzierung ist in Bayern ungebrochen hoch. [mehr]

In den Unternehmenszielen des Bayerischen Rundfunks ist festgehalten, dass der BR mit einem qualitativ hochwertigen Programm hohe Akzeptanz und hohes Ansehen in der Bevölkerung erreichen will.

Die relevanten Dimensionen zur Beurteilung der Qualität seiner Angebote sind im Wertekodex zusammengefasst. Dieser deckt das gesamte Spektrum der Wertvorstellungen des BR (Programmwert, Bayernwert, Gesellschaftswert und Unternehmenswert) ab und dient als Grundlage für das Qualitätsmanagement im Bayerischen Rundfunk.

Qualitätsmanagement als kontinuierlicher „Public Value-Prozess“

Das Qualitätsmanagement im BR läuft in einem kontinuierlichen Regelkreis ab: Ausgehend von der konkreten Fragestellung werden die relevanten Kriterien festgelegt, mithilfe verschiedener Erhebungsmethoden überprüft und die Ergebnisse mit den Machern in den Programmbereichen diskutiert.

Im Anschluss daran werden konkrete Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung erarbeitet und im Programm umgesetzt. So wird der Wert des BR und seiner Angebote für die Gesellschaft (= Public Value) fortlaufend beobachtet, überprüft und weiterentwickelt.

Überblick über im BR etablierte Erhebungs- und Beteiligungsverfahren

Der Bayerische Rundfunk setzt bei der Erhebung des Public Value auf einen Methodenmix:

  • qualitative, dialogische Verfahren (z.B. Publikumsgespräche oder Gruppendiskussionen)
  • repräsentative Befragungen

Diese Kombination garantiert nicht nur eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Public Value-Gedanken, sondern auch eine seriöse methodische Umsetzung: Denn Einzelmeinungen werden auf ihre gesamtgesellschaftliche Relevanz überprüft, bevor sie für die Programmmacher handlungsleitend werden. Umgekehrt bietet der Einsatz qualitativer Verfahren die Offenheit, sich wandelnde Public Value-Ansprüche des Publikums zu erfassen und so angemessen auf neue Mediennutzungsmuster und veränderte Interessenslagen in der bayerischen Bevölkerung zu reagieren.

Im Einzelnen kommen folgende Erhebungs- und Beteiligungsverfahren zum Einsatz:

Image-Untersuchungen

Bei den qualitativen Image-Untersuchungen steht der BR als Ganzes oder eines seiner Programme, z. B. das BR Fernsehen, im Zentrum. Ein neutraler Moderator leitet anhand eines vorab festgelegten Leitfadens die Diskussion mit mehreren Fokusgruppen aus repräsentativ ausgewählten Bürgern. Über mehrere Stunden werden die aktuelle Positionierung des Unternehmens und des Programmangebots, die Qualität der Leistungen für die Gesellschaft und die Erfüllung des Programmauftrags diskutiert. Ergänzt werden die Imagestudien durch repräsentative Befragungen, die zentrale Befunde aus der qualitativen Erhebung aufgreifen.

WI-Check / Sendungs-Check

Darüber hinaus sichert der BR die Qualität seiner Programme mit WI (= Wertschätzungsindex)- bzw. Sendungs-Checks. Auf repräsentativer Basis werden sowohl aktuelle wie auch potenzielle Zuschauer und Hörer ausgewählter Programme und Sendungen befragt. Ein wesentlicher Bestandteil der Befragung ist dabei die Abfrage der BR-Wertedimensionen in Hinblick auf einen Soll-/ Ist-Vergleich.

Publikumsgespräche

Im Rahmen der Publikumsgespräche treffen sich Programmmacher mit dem Publikum in allen bayerischen Regierungsbezirken. Dabei diskutieren die BR-Mitarbeiter mit den Menschen über ein Leitthema, wie etwa Migration, Heimat oder Orientierung.

Repräsentative Trenderhebungen

In fortlaufend durchgeführten Trenduntersuchungen beobachtet der BR auf repräsentativer Basis die Entwicklung von Einstellungen, Bedürfnissen oder Erwartungen an das Unternehmen insgesamt sowie seine Programme und Angebote, aber auch die Effekte von Maßnahmen zur Programmoptimierung. So werden beispielsweise Themeninteressen in der Bevölkerung, die Relevanz von Programmbestandteilen oder die Qualität und Unabhängigkeit der Berichterstattung der BR-Programme in wiederkehrenden Abfragen erhoben.

BR-Bayernstudien

Es ist unerlässlich, die Bedürfnisse des Publikums in allen Landesteilen genau zu kennen, um die Besonderheiten der bayerischen Regionen, ihrer Menschen und deren Lebenswirklichkeit authentisch abbilden zu können. Diesen Fragen geht der BR in Repräsentativerhebungen, Interviews mit Experten, Bürgern und Programmverantwortlichen in regelmäßigen Abständen nach. Die Ergebnisse werden publiziert, um die Diskussion über die aktuelle Lebenssituation im Freistaat in der Öffentlichkeit zu fördern.


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