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BR in Zahlen Rundfunkbeitrag

Haushalte zahlen seit 1. April 2015 monatlich 17,50 Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Beitrag wurde damit um 48 Cent gesenkt. Der BR setzt gleichzeitig seinen Sparkurs fort.

Stand: 07.09.2020

Illustration: Die Zahl 17,50 neben einem Säulendiagramm | Bild: BR

Welcher Anteil des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf Bayern entfällt und wie der Bayerische Rundfunk diese Summe für die eigenen Programme und Aufgaben verwendet, sehen Sie in der folgenden Grafik. Außerdem, welchen anderen Leistungen hiermit finanziert werden.

Infografik: So wird Ihr Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro ausgegeben (2019/2020)

Verbraucherpreise gestiegen, Rundfunkbeitrag reduziert

Der Rundfunkbeitrag wird von einer unabhängigen Kommission, der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten), vorgeschlagen und von den 16 Landesparlamenten beschlossen. Zum 1. April 2015 wurde der Rundfunkbeitrag erstmals in der Geschichte der Rundfunkfinanzierung gesenkt. Zuvor betrug die Rundfunkgebühr bzw. (ab 2009) der Rundfunkbeitrag gleichbleibend 17,98 Euro. Die Kosten für Personal, Technik und Energie sowie die Rechtekosten sind jedoch gestiegen. Der Verbraucherpreisindex verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes allein im Zeitraum April 2009 bis April 2015 einen Anstieg um 8,3 Prozent.

Programmschonender Sparkurs

Mit dem Wirtschaftsplan 2020 führt der BR den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fort. Seit Jahren erhält der Sender keinen vollen Ausgleich der allgemeinen Teuerung. Daher waren bereits in den vergangenen Jahren massive Einsparungen erforderlich, die auch im Wirtschaftsplan 2020 unvermindert fortwirken. Daneben gibt es im neuen Budget zusätzlich Absenkungen bei den ARD-Kosten. Ermöglicht werden diese durch einen 2017 eingeleiteten ARD-weiten Strukturoptimierungsprozess. 

Der Haushalt des Senders sieht im kommenden Jahr Aufwendungen in Höhe von 1.129,9 Millionen vor. Ihnen stehen erwartete Erträge im Umfang von rund 1.044,3  Millionen Euro gegenüber. Handelsrechtlich ergibt sich für 2020 damit ein Fehlbetrag von 85,6 Millionen Euro, von dem nach Berücksichtigung von Investitionen, Abschreibungen und Pensionsrückstellungen in der Finanzrechnung ein Fehlbetrag von 21,3 Millionen Euro verbleibt. Dieser Fehlbetrag kann mit den Mitteln aus der sogenannten Beitragsrücklage ausgeglichen werden, welche die Rundfunkanstalten seit der Umstellung von der gerätebezogenen Rundfunkgebühr auf die Haushaltsabgabe bilden mussten.

Auch der von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) vorgegebene Stellenabbau wird im kommenden Jahr wieder konsequent umgesetzt.


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