Sport - Fußball


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Zeitstrahl Höhe- und Tiefpunkte der SpVgg Greuther Fürth

Die SpVgg Greuther Fürth erlebte früh glorreiche Zeiten. Doch dann folgte ein langer Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Der größte sportliche Erfolg war leider nicht von langer Dauer. Hier sind die denkwürdigen Momente in der Kleeblatt-Geschichte.

Stand: 24.05.2015

  • 1903
    Wappen der Stadt Fürth | Bild: picture-alliance/dpa

    1903

    Die Gründung

    1903 beginnt das Kleeblatt-Herz zu schlagen. Schon seit einigen Jahren gehen mehrere Sportler in Fürth dem neuartigen Sport aus England nach – im Gasthaus Balzer gründen sie am 23. September die Fußballabteilung des TV 1860 Fürth.

  • 1906

    1906

    Entwicklungshilfe aus Nürnberg

    Drei Jahre nach der Gründung machen sich die Fürther Kicker selbstständig, da ihnen der Verein einen eigenen Platz verweigert. Die SpVgg Fürth ist geboren. Als Logo dient das dreiblättrige Kleeblatt aus dem Stadtwappen. Entwicklungshilfe leistet ausgerechnet ein Nürnberger: Fritz Servas kommt für einige Jahre vom Club, um den Fürthern die Grundlagen des Fußballspiels zu vermitteln.

  • 1914

    1914

    Der erste Coup

    1914 gelingt der SpVgg das, was noch kein anderer bayerischer Klub geschafft hat: Sie wird Deutscher Meister. Im bis heute längsten Spiel einer deutschen Meisterschaft besiegen die "Kleeblättler" den VfB Leipzig mit 3:2. Das Siegtor - nach heutigem Wortschatz ein "Golden Goal" - fällt nach sage und schreibe 153 Minuten. Damit geht Fürth als letzter Titelträger vor dem Ersten Weltkrieg in die Geschichte ein. In den darauffolgenden Jahren werden keine Meisterschaftsspiele ausgetragen.

  • 1926
    Spielszene der SpVgg Fürth 1926 | Bild: picture-alliance/dpa

    Endspiel um die Meisterschaft 1926 in Frankfurt/Main

    1926

    Der zweite Streich

    In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg muss die SpVgg Fürth im Kampf um den Meistertitel stets den großen Rivalen 1. FC Nürnberg und Hamburger SV den Vortritt lassen. Erst 1926 erreicht das Kleeblatt wieder das Endspiel und feiert durch ein 4:1 gegen Hertha BSC den zweiten Titel.

  • 1929
    Logo der SpVgg Greuther Fürth | Bild: picture-alliance/dpa

    Auch heute noch im Logo: drei Sterne für die drei Meistertitel

    1929

    Zum dritten Mal ganz oben

    Drei Jahre nach der zweiten Meisterschaft gibt es eine Neuauflage des Duells gegen Berlin. Und wieder behalten die Fürther die Oberhand - diesmal heißt es 3:2. Weit fahren müssen die Anhänger der Spielvereinigung nicht, denn das Finale findet in Nürnberg statt. Was damals noch keiner ahnen kann: Es bleibt bis heute der letzte große Erfolg.

  • 1935
    Historisches Bild Fußball | Bild: picture-alliance/dpa

    1935

    Langsamer Absturz

    In den 1930er-Jahren rutscht die SpVgg Greuther Fürth immer weiter ins Mittelmaß ab. Insgeheim träumt man am Ronhof zwar weiter von den früheren großen Erfolgen, mehr als ein Mittelfeldplatz in der 1933 eingeführten Gauliga Bayern springt jedoch selten heraus. Lediglich 1935 gewinnt das Kleeblatt noch einmal die Gaumeisterschaft, in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft ist jedoch bereits in der ersten Runde Schluss.

  • 1963
    Historische Spielszene SpVgg Fürth | Bild: picture-alliance/dpa

    Oberliga-Duell im Jahr 1963 zwischen Eintracht Frankfurt und der SpVgg Fürth

    1963

    Nicht mehr erstklassig

    Zwar spielt Fürth auch nach dem Zweiten Weltkrieg stets erstklassig, sieht man einmal vom kurzzeitigen Abstieg 1948 ab, in den Kampf um die deutsche Meisterschaft können die Franken jedoch nicht mehr eingreifen. Als 1963 die Bundesliga eingeführt wird, verpasst das Kleeblatt die Qualifikation. Der Gang in die Zweitklassigkeit ist damit besiegelt, fast 50 Jahre lang müssen die Fürther Fans auf den erneuten Aufstieg ins Oberhaus warten.

  • 1983
    Leeres Stadion Gästeblock | Bild: picture-alliance/dpa

    1983

    Finanzprobleme und weiterer Absturz

    Der sportliche Niedergang bleibt nicht ohne Folgen. Denn auch finanziell kommt die Spielvereinigung nicht mehr auf die Beine. 1983 belaufen sich die Schulden auf sechs Millionen Mark, der Zwangsabstieg in die damals drittklassige Bayernliga ist besiegelt. Vier Jahre später folgt sogar der Absturz in die Landesliga – das Kleeblatt ist am Boden.

  • 1996
    Armin Veh | Bild: picture-alliance/dpa

    Armin Veh

    1996

    Fusion und Aufstieg

    Rettung für die Fürther bringt der Zusammenschluss mit dem benachbarten TSV Vestenbergsgreuth. Endlich steht der Verein wieder auf halbwegs gesunden Beinen. Der Name wird in SpVgg Greuther Fürth geändert und mit Trainer Armin Veh und sieben neuen Spielern macht man sich an die Mission Aufstieg. Bereits 1997 kehrt Fürth in die 2. Bundesliga zurück. Dort wird das Kleeblatt für die nächsten 15 Jahre bleiben.

  • 2012

    2012

    Angekommen im Oberhaus

    Seit der Saison 2000/2001 gelingt der Spielvereinigung fast immer eine Platzierung im oberen Tabellendrittel. Der Aufstieg wird jedoch ein ums andere Mal knapp verpasst. Nicht ohne Grund wird das Kleeblatt als "unaufsteigbar" verspottet - bis 2012 der große und von vielen nicht für möglich gehaltene Coup gelingt: Die SpVgg Greuther Fürth beendet die Saison als Erster und steigt erstmals in ihrer Geschichte in die Bundesliga auf.

  • 2013
     Die Führter Fans halten ein Transparent mit der Aufschrift «Der Abstieg ist kein Problem... doch wollt ihr als Lachnummer geh'n?» in die Höhe.  | Bild: picture-alliance/dpa

    2013

    Unrühmlicher Rekord

    Die Freude über den Aufstieg sollte nicht lange andauern - bereits nach einer Saison ging es mit einem unrühmlichen Rekord wieder in die 2. Liga zurück: Fürth ist die erste Mannschaft, der im Laufe einer Bundesliga-Saison kein Heimsieg gelang.

  • 2014
    Fürther Relegationsspiel 2014 | Bild: picture-alliance/dpa

    2014

    Wiederaufstieg knapp verpasst

    Ein Jahr nach dem Abstieg schafften die es die Fürther in die Relegation. Dort scheiterte man denkbar knapp (0:0, 1:1) am "Bundesliga-Dino", dem Hamburger SV. In der Saison 2014/2015 ging es hingegen fast nach unten, die Kleeblättler schafften den Klassenerhalt knapp.


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