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Wäsche waschen Diese Dinge dürfen in die Waschmaschine

Bakterien und Keime verstecken sich überall - doch Ihre Waschmaschine nimmt Ihnen mehr Arbeit ab, als Sie denken. Welche Dinge Sie überraschend einfach reinigen können und in welche Hygiene-Falle die meisten Menschen tappen.

Stand: 28.08.2019

Hygiene im Haushalt | Bild: mauritius-images

Plastikbauklötze in die Waschmaschine

Die kleinen bunten Steine sollten etwa einmal im Monat in die Waschmaschine. Einfach in einen Kissenbezug mit Reißverschluss geben und bei 30 Grad waschen. "Die niedrige Temperatur schadet den Steinen nicht", sagt die gelernte Hauswirtschafterin und hauswirtschaftliche Betriebsleitung Katharina Obermeier. Nach der Wäsche Handtücher auf einem Wäscheständer ausbreiten und die Steine mit der offenen Seite nach unten darauf legen und trocknen lassen. In Grippezeiten ruhig einen Hygienespüler mit in die Maschine geben.

Duschvorhang in der Maschine waschen

Viele Duschvorhänge lassen sich waschen: Die entsprechende Temperatur steht auf der angenähten Waschanleitung. Wer den Vorhang vierteljährlich wäscht, verhindert unschöne Kalkablagerungen. "Zum Trocknen einfach wieder in der Dusche aufhängen und über die vollen Breite ziehen", sagt Hauswirtschafterin Katharina Obermeier. Ihr Tipp: Auch, wenn der Duschvorhang nicht in die Waschmaschine darf, kann er ganz einfach mit Badreiniger und Schwamm geputzt werden.

Putzlappen oder Bodenwischbezüge in der Waschmaschine reinigen

"Die gehören nach jedem Putzen in die Waschmaschine", sagt Obermeier. Bei 60 Grad werden die Bakterien zuverlässig abgetötet. Vorsicht: Vor der Wäsche immer ordentlich auswaschen, sonst kann es zu einer chemischen Reaktion zwischen Putz- und Waschmittel kommen. Wer Bedenken hat, Handtücher oder Bettwäsche zusammen mit dem Putzlappen zu waschen, kann auch einen Wäschesack verwenden. "Allerdings werden die Fasern dann natürlich nicht so sauber", sagt Obermeier.

Hundebett oder Katzenkörbchen in der Maschine waschen

Auch Decken oder Auflagen für den Schlafplatz des Haustiers werden leicht vergessen. Da die Tiere nicht nur haaren, sondern auch mit dreckigen Pfoten oder Tatzen darauf treten, sollten die Kissen und Decken aber mindestens vierteljährlich gewaschen werden. Um zu vermeiden, dass die Waschmaschine nachher voller Tierhaare ist, Decke vorher abbürsten und dann in einen Wäschesack geben. Die Waschmaschine vor dem nächsten Benutzen mit einem Lappen auswischen, dadurch werden alle restlichen Haare entfernt.

Lappen und Schwammtücher in der Küche

Küchentextilien gehören eigentlich jeden Tag in die Wäsche. Sie kommen mit Bakterien und Küchenkeimen in Berührung und sind eine wahre Brutstätte: "Die Zahl der Bakterien auf Schwämmen und Schwammtüchern verdoppelt sich alle 30 Minuten", sagt Katharina Obermeier. Das machen sich die wenigsten so richtig klar, dass Schwammtücher und Küchenschwämme solche Keimschleudern sind. Tipp von Katharina Obermeier: Die Tücher und Schwämme jeden Abend austauschen und einmal die Woche bei 60 Grad in die Maschine. Da die Hersteller meist ohnehin Zehnerpacks anbieten, können Sie auf diese Weise rotieren.

Tastaturklötzchen

Auf der Tastatur des Computers sammeln sich zahlreiche Keime. Abwischen hilft nur begrenzt. Wenn Sie die Tasten aber wirklich gründlich reinigen wollen, können Sie auch die in die Waschmaschine geben: Bei den meisten Tastaturen können Sie die Klötzchen mit den Buchstaben nämlich abnehmen. Vorsicht: Bevor Sie die Buchstabenklötzchen herausnehmen, am besten ein Foto mit dem Handy machen - sonst finden Sie nach dem Waschen die richtige Position nicht wieder. Sind alle draußen, die Klötzchen wie Legosteine in einen Kissenbezug mit Reißverschluss geben und bei 30 Grad waschen. Anschließend auf Handtüchern verteilen, und erst, wenn sie ganz trocken sind, wieder einsetzen.

Alles über die idealen Waschtemperaturen für unsere normale Wäsche erfahren Sie hier: Welche Wäsche bei wieviel Grad waschen?