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Taubenschwänzchen Der Kolibrifalter aus dem Süden

Vielleicht haben Sie auch schon einmal gedacht, Sie hätten in Ihrem Garten einen Kolibri entdeckt. Dann haben Sie sehr wahrscheinlich das hübsche Taubenschwänzchen im Garten gehabt.

Stand: 17.06.2020

Taubenschwänzchen in freier Natur | Bild: mauritius-images

Durch seinen gut drei Zentimeter langen Saugrüssel und seinen wendigen und schnellen Flug wird der Falter häufig mit einem Kolibri verwechselt. Eigentlich stammt das Taubenschwänzchen aus dem Mittelmeerraum, doch immer häufiger wird der Schmetterling, in unseren Breitengraden gesichtet.

Welche Pflanzen mag das Taubenschwänzchen?

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gibt an, dass Taubenschwänzchen einen Faible für Blüten mit langen Blütenkelchen hat. Mit seinem verlängerten Saugrüssel fällt es ihm besonders leicht an den Nektar zu gelangen. Auf seiner Speisekarte stehen deshalb Geranien, Lichtnelken, Phlox und Sommerflieder. Wer diese Pflanzen im Garten hat, hat gute Chancen den Falter zu entdecken.

Ganz dem Kolibri gleich schwirrt das Taubenschwänzchen von Blüte zu Blüte und tankt im "Stehflug" Nektar. Laut NABU müsse der Falter so agieren, da sonst seine Flugmuskulatur auskühlen würde. Eigentlich ist das Tierchen nachtaktiv, doch es ist auch morgens und abends unterwegs. Sogar dem Regen trotzt der Wanderfalter.

Über 100 Blüten schafft das Taubenschwänzchen in fünf Minuten

Durch seinen Schwirrflug und den langen Saugrüssel schafft das Taubenschwänzchen gut 100 Blüten in fünf Minuten. Und auch flugtechnisch ist der Falter ein ausdauerndes Tier: Taubenschwänzchen können bis zu 2.000 Kilometer zurücklegen.

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Was das Taubenschwänzchen alles kann! Bei der Insektenzählung des NABU 2020 (Zwischenergebnis) landete das Taubenschwänzchen auf Rang 63. Grund genug, den süßen Brummer mal näher vorzustellen. 🦋🦋Gepostet von BAYERN 1 am Donnerstag, 25. Juni 2020

Erst seit kurzem in unseren Gefilden unterwegs

Eigentlich ist die Heimat des Taubenschwänzchens, wie eingangs erwähnt, im Mittelmeerraum. Doch seit kurzem werden die faszinierenden Wanderfalter auch in unseren Breitengraden gesichtet. Meist kann man bereits im späten Frühjahr die ersten Taubenschwänzchen in bayerischen Gärten entdecken. Sie wurden sogar schon in 2.500 m Höhe in der Schweiz gesichtet.

Wer ein Taubenschwänzchen bei sich entdeckt, kann das gerne dem Naturschutzbund Deutschland melden. Unter Naturgucker.de freut sich das NABU über Ihre Beobachtungen.

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So werden Garten und Balkon schmetterlingsfreundlich! Haben Sie heuer schon ein Pfauenauge gesehen? Mit diesen Tipps für einen schmetterlingsfreundlichen Garten können wir den Faltern helfen 👇🦋👇Gepostet von BAYERN 1 am Sonntag, 29. März 2020


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