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Fenster putzen ohne Streifen Schlierenfreier Durchblick

Kaum durchfluten die ersten Sonnenstrahlen den Raum, führen sie einem vor Augen, dass man die Fenster mal wieder putzen müsste. Mit diesen Tipps werden Fenster schnell und streifenfrei sauber.

Stand: 16.02.2020

Eine junge Frau putzt mit einem hellblauen Lappen ein Fenster.  | Bild: mauritius-images

Gefühlt gibt es zwei Parteien unter den Fensterputzern: Diejenigen, für die das Putzen gar kein Problem ist, und diejenigen, die einfach nicht schlierenfrei durchs Leben kommen. Deswegen haben wir für Sie die besten Tipps für streifenfreie Fenster.

Was braucht man fürs Fensterputzen?

Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt folgende Utensilien für ein streifenfreies Fenster: Klares Wasser, Abzieher und Mikrofasertuch.
Der Verbraucherservice Bayern rät zu einer minimalen Ausrüstung – nämlich nur einem nassen Mikrofasertuch.

"Das Tuch nass machen und so gut wie möglich auswringen und evtl. noch ausschleudern, dadurch hinterlässt es keine Wasserspuren und das Glas trocknet sehr schnell ab."

Verbraucherservice Bayern

Allerdings sollten man es falten und nicht zusammendrücken. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Denn je nachdem, wie groß das Tuch ist, hat man durch das sorgsame Falten acht bis 18 Reinigungsflächen, die man mit dem Tuch säubern kann. Fenster putzen mit kleinstem Aufwand also.
Das Mikrofasertuch sollte entweder neu oder vor der Verwendung gut gesäubert worden sein. Sie lassen sich gut waschen (40 und 60 Grad-Wäsche ist möglich) - man sollte jedoch keinen Weichspüler verwenden, da die Seifenreste, die dabei am Lappen hängen bleiben, beim nächsten Fensterputzen Schlieren verursachen können.

Wer dem Braten nicht traut, kann auch auf die Tipps der Stiftung Warentest beherzigen. Sie empfehlen zum Fensterputzen folgende Utensilien: einen Lappen, ein Fensterleder oder Küchentücher sowie einen Abzieher oder ein Mikrofasertuch.

In einem sind sich alle Experten einig: Das Fensterputzen beginnt mit dem Reinigen des Fensterrahmens. Wer das tut, hat länger was von seiner Arbeit. Denn bleibt der Rahmen dreckig, kann durch Wind und Regen der Schmutz schnell wieder auf dem frisch geputzten Fenster zu sehen sein.

Fenster mit klarem Wasser putzen oder Fensterreiniger?

Die Verbraucherzentrale Bayern rät sogar von Putzmittel ab. Da gerade dies zu Streifen auf dem Fenster führe. Warmes klares Wasser helfe bei der Reinigung von Fenstern ihrer Meinung nach am besten.
Die Stiftung Warentest empfiehlt als Reinigungsmittel Wasser mit ein wenig Spülmittel oder mit einem Schuss Spiritus. Darauf achten, dass nicht zu viel Schaum auf dem Fenster ist, das begünstige die Schlierenbildung.

Fenster putzen mit Zeitungspapier

Was ist dran an dem Tipp? Zeitungspapier ist durch seine Zusammensetzung sehr saugfähig und franst nicht so schnell aus. Es kann also durchaus als Lappen zum Fensterputzen verwendet werden. Natürlich gilt das nur für das Papier von Tageszeitungen. Jedoch scheiden sich die Geister bei diesem Tipp. Die Zeitungspapier-Gegner sagen, die Druckerschwärze färbe ab und verursache kleine Kratzer. Zeitungspapier-Fans hingegen schwärmen von streifenfreien Fenstern mit Abperleffekt.

Stark verschmutzte Fenster reinigen

Wer sich mit eingetrocknetem Dreck an seinen Fenstern befassen muss, der kann zum einen auf einen Cerankochfeldschaber zurückgreifen. Flach angewendet, kann man damit getrockneten Dreck gut und ohne Kratzer entfernen. Wer keinen Cerankochfeldschaber zur Hand hat, kann die Stelle entweder einweichen oder beherzt mit dem Fingernagel vorgehen.

Fenster putzen beim Sonnenschein?

Grundsätzlich macht es Sinn, seine Fenster bei schönem Wetter zu putzen. Jedoch sollte man einen Zeitpunkt wählen, bei dem die Fenster nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Wenn die Sonne auf das zu putzende Fenster knallt, dann verdunstet das Putzwasser so schnell, dass es zu Schlieren kommen kann.

Egal, wann und wie Sie Ihre Fenster putzen, achten Sie dabei bitte immer auf Ihre eigene Sicherheit.

Fenster putzen Ablauf

Zunächst sollte das Fenster gesäubert werden. Also mit Hilfe des Putzwassers und eines Lappens vom Dreck befreit werden. Bei starker Verschmutzung kann auch noch einmal mit klarem Wasser, wenn das nicht eh schon verwendet wurde, nachgewischt werden. Die Oberfläche ist jetzt also gesäubert. Mit Hilfe eines Abziehers wird jetzt das Fenster trocken gezogen. Das geschieht bestenfalls immer in der gleichen Bewegung. Also entweder immer von links nach rechts oder umgekehrt. Wer keinen Abzieher zur Hand hat, kann ein trockenes Mikrofasertuch zum Nachpolieren verwenden.

Noch mehr überraschende Putztricks finden Sie hier: Sieben Tricks beim Putzen


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