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Erdbeeren auf dem Balkon So fühlen sich Ihre Erdbeeren im Blumenkasten wohl

Wenig steht mehr für den Sommer als die Erdbeere. Um die roten Früchte immer in Reichweite zu haben, können sie auch auf Ihrem Balkon wachsen. Unsere Pflanzenexpertin empfiehlt den Blumenkasten - oder gleich den Erdbeerturm!

Stand: 11.05.2020

Frau und Mädchen stehen vor einem Blumenkasten voller Erdbeeren  | Bild: mauritius-images

Erdbeeren vom Balkon sind zwar meist kleiner als die Geschwister vom Land, aber schmecken dafür intensiver und süßer. Damit sie aber auf Balkonien ihre volle Pracht entwickeln können, brauchen sie genügend Erde um die Wurzeln. Wählen Sie daher das Pflanzgefäß und die Abstände zwischen den Erdbeeren nicht zu klein - zwischen 20 und 30 Zentimeter sollten es sein, damit sie sich wohlfühlen.

Erdbeerpyramiden: Viel Platz auf wenig Raum

Eine Pflanzpyramide oder -turm bietet ziemlich viel Platz für die Pflanzen - benötigt aber selbst nur wenig.

Ein großer Blumenkasten ist optimal, weil sich die Pflanzen nicht gegenseitig verschatten. Aber auch große Ampeln - hier gibt es spezielle Hängeerdbeeren - oder sogenannte Erdbeer-Pyramiden oder -Türme sind bestens für den Balkon geeignet. Das Prinzip bei den Pyramiden ist einfach: Entweder mehrere Pflanzbehälter vertikal stapeln und dabei große Lücken für die Erdbeerpflanzen lassen. Oder Sie heimwerkeln ein bisschen mit Holz und Säge und schaffen einen ein- bis vierseitigen Pflanzturm.

Auch Blumenkästen mit einem Spalier für die kletternde Erdbeerarten sind im Handel erhältlich. Ein einfacher Tipp von der BAYERN 1 Pflanzenexpertin Karin Greiner für das Einpflanzen: "Orientieren Sie sich daran, wie tief die Erdbeere im Töpfchen gepflanzt ist - der innerste Trieb, das Herz, sollte auf Niveau der Erde sein."

Egal, wie groß Ihr Balkon ist, Hauptsache sonnig

Für den heimischen Anbau schon ein recht großes Exemplar - ob es am Mulch lag?

Womit wir beim Balkon an sich sind: "Der sollte für die erfolgreiche Erdbeerproduktion mindestens fünf Stunden Sonne am Tag haben", rät Greiner. Was natürlich an heißen Sommertagen bedeutet: Sie müssen gewissenhaft tränken. "Lieber die Erdbeeren ein Mal am Tag kräftig gießen, als immer ein bisschen", erklärt die Expertin. "Am besten früh am Morgen oder ab spätem Nachmittag, sonst verdunstet zu viel Wasser wieder." Was die Erdbeere nicht mag, ist Wasser auf den Blättern - Sie sollten daher immer nur die Erde um die Pflanze herum wässern. Bei starker Sonne drohen Verbrennungen, bei kühlem Wetter Pilzbefall.

Was Sie vielleicht vom Selbstpflücken auf den Erdbeerfeldern kennen, ist das Stroh zwischen den Pflanzen. "Das können Sie sich auf dem Balkon sparen", meint Pfanzenexpertin Greiner. "Da die Früchte meist über den Pflanzkasten ragen, brauchen sie kein Streu gegen Feuchtigkeit und Dreck."

Erdbeeren überstehen auch den Winter auf dem Balkon

Der Gedanke an den nächsten Winter fällt schwer, aber keine Sorge: Erdbeeren sind grundsätzlich winterharte und mehrjährige Pflanzen. Voraussetzung ist aber, dass sie richtig überwintern. "Wenn die Erde im Kübel oder Blumenkasten einmal durchfriert", so Greiner, "ist es zu spät. Daher möglichst große Gefäße nehmen, aber auch isolieren hilft, wenn es richtig kalt wird." So können Sie zum Beispiel die Pflanzgefäße in einen Karton stellen, den Sie dann mit Holzwolle oder Blättern ausfüllen.

Achtung: Erdbeeren wollen an frostfreien Tagen ein wenig getränkt werden. "Am besten mit Fingerspitzengefühl: Testen Sie einfach mit dem Finger, ob die Erde noch ein bisschen feucht ist", rät die BAYERN 1 Expertin. Im Herbst zuvor sollten übrigens die Triebe zurückgeschnitten werden. Auch Dünger erfreut die Erdbeere. Aber am besten sollte es organischer Bio-Dünger sein. Andere Dünger enthalten möglicherweise ungesunde Stoffe, die wir dann mit den Früchten aufnehmen. So umhegt hat die Pflanze auch in der nächsten Saison wieder Kraft, viele kleine, aber zuckersüße Früchtchen zu tragen.


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