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Datenroaming Handy im Urlaub: So vermeiden Sie Kosten

Nur kurz das Wetter checken oder schnell noch ein Pokémon fangen - und mit der Handyrechnung kommt dann die böse Überraschung. So vermeiden Sie, dass das Smartphone im Urlaub zur Kostenfalle wird.

Stand: 12.08.2016

Eine Frau geht mit dem Handy in der Hand am Strand entlang. | Bild: picture-alliance/dpa

Grundsätzlich sind die Kosten für die Handy-Nutzung im Ausland in den vergangenen Jahren gesenkt worden. Doch gerade beim mobilen Internet können unter Umständen hohe Kosten entstehen.

Das sind die Regeln:

  • Mobilfunkanbieter müssen eine Möglichkeit bieten, dass Kosten aus Daten-Roaming nur bis zu einen gewissen Betrag anfallen. Nach Erreichen des Limits werden die Verbindungen unterbrochen. Diese Regelung greift nicht nur in der EU, sondern weltweit. Die Voraussetzung ist aber immer, dass der Anbieter vor Ort eine Echtzeitüberwachung des Nutzungsverhaltens an den deutschen Mobilfunkbetreiber zulässt - ist das nicht der Fall, funktioniert auch die Kostenbremse nicht.
  • Wer keine individuelle Grenze festgelegt hat, bei dem ist sie automatisch auf 59,50 Euro (Mehrwertsteuer inklusive ) eingestellt. Sind 80 Prozent dieser Kosten erreicht, muss der Netzbetreiber Sie informieren. Sobald der volle Betrag verbraucht wurde, muss eine weitere Nachricht folgen. Wenn Sie dann nicht reagieren und die Grenze hochsetzen, ist Schluss mit der mobilen Datennutzung.

Tatsächlich ist mobiles Internet im Ausland oft sehr praktisch, deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, sich schon vor dem Urlaub zu überlegen wofür und wann es genutzt werden soll. Gerade mit Kindern sollte vor der Reise eine Abmachung getroffen werden, welche Kosten entstehen dürfen und wie eine zu hohe Rechnung vermieden wird.

In vielen Hotels oder Cafés gibt es WLAN-Hotspots die meistens die kostengünstigere Alternative sind. Auch hier hilft ein bisschen Recherche beim Hotel oder dem Ferienhausvermieter von zu Hause, damit Sie besser einschätzen können, wann Sie schon mal kein mobiles Internet brauchen.

So können Sie Kostenfallen meiden:

  • Grundsätzlich lässt sich das mobile Internet natürlich ganz deaktivieren. Auch Kinder können die Verbindungen aber ganz einfach wieder anschalten und dann schnell hohe Kosten verursachen.
  • Besser Sie setzen die Obergrenze für die Kosten aus Daten-Roaming beim Mobilfunkanbieter fest. Dann ist das Surfvolumen irgendwann aufgebraucht, es entstehen aber auch keine horrenden Kosten.
  • Auch wenn Sie gerade nicht bewusst im Internet surfen, verbrauchen Sie Datenvolumen. Viele Apps aktualisieren sich unbemerkt, laden zum Beispiel aktuelle Wetterdaten oder Ihre E-Mails. Deshalb sollten Sie diese Hintergrundaktualisierungen vor dem Urlaub ausschalten.
  • Bei vielen Mobilfunkanbietern können Sie Datenpakete für die Reise ins Ausland kaufen. Die Verbindungen sind so oft günstiger als die regulären Tarife. Gerade für die Smartphones von Kindern ist das eine sinnvolle Alternative.

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Josef D., Freitag, 12.August 2016, 10:06 Uhr

2.

Ich lasse mein Smartphone im Urlaub zu Hause. Ich bin froh, endlich einmal für 14 Tage nicht überall erreichbar zu sein. Über Sehenswürdigkeiten kann man sich bei der örtlichen Reiseleitung informieren, die meisten Hotels, zumindest in Europa haben Fernseher im Zimmer mit deutschsprachigen Programmen, das Wichtigste bekommt man also mit. So habe ich wirklich Erholung und einen angenehmen Urlaub.

Roland, Freitag, 12.August 2016, 09:24 Uhr

1. jedem das Seine

Wer in seinem Urlaub nichts besseres im Sinn hat, als virtuellen Pokémons hinterherzulaufen oder aus sonstigen "wichtigen" Gründen andauernd in sein Smartphone-Display zu starren, der soll ruhig bezahlen dass ihm der Buckel raucht ;-))