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Erdähnlicher Exoplanet Ross 128 b entdeckt | BR24

© ESO/M. Kornmesser

Künstlerische Darstellung des Exoplaneten Ross 128 b

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    Erdähnlicher Exoplanet Ross 128 b entdeckt

    Gar nicht mal so weit entfernt von uns haben Forscher einen erdähnlichen Planeten entdeckt. Ross 128 b umkreist den inaktiven Roten Zwergstern 128. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass auf ihm Leben möglich ist. Und er kommt näher.

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    Nur elf Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt hat ein Forscherteam einen Planeten neu entdeckt: Ross 128 b ist ungefähr so groß wie unsere Erde und könnte auch ein ähnliches Klima aufweisen. Aufgespürt wurde der Exoplanet von dem Planetenjäger-Instrument HARPS der ESO am La Silla-Observatorium in Chile. Die Wissenschaftler analysierten die von dem hochempfindlichen Spektrografen gelieferten Daten und stellten fest, dass der inaktive Rote Zwergstern Ross 128 in 9,9 Tagen von einem Exoplaneten mit niedriger Masse umkreist wird.

    Temperatur auf Ross 128 b könnte lebensfreundlich sein

    Der Rote Zwerg Ross 128 ist kühl und lichtschwach: Er weist eine Oberflächentemperatur auf, die nur etwas mehr als halb so hoch wie die der Sonne ist. Exoplanet Ross 128 b ist seinem Mutterstern 20-mal näher als unsere Erde der Sonne. Trotz der Nähe zu seinem Stern kommt auf dem Exoplaneten nur 1,38-mal mehr Strahlung an als auf der Erde. Deshalb schätzen die Wissenschaftler, dass seine Temperatur zwischen -60 und 20 Grad Celsius liegt. Die Wissenschaftler betrachten Ross 128 b deshalb als gemäßigten Planeten, der voraussichtlich einigermaßen erträgliche Temperaturen aufweist. Noch ist nicht ganz sicher, ob der Exoplanet innerhalb, außerhalb oder an der Schwelle der habitablen Zone um seinen Stern liegt, in der flüssiges Wasser auf der Oberfläche eines Planeten existieren kann.

    Ross 128 b ist der zweitnächste wohnliche Exoplanet

    Ross 128 ist der ruhigste Stern in unserer Nachbarschaft, der einen Exoplaneten mit solch gemäßigten Temperaturen besitzt. Unter den bislang entdeckten Exoplaneten ist 128 b nach Proxima b der uns zweitnächste Exoplanet mit potenziell wohnlicher Oberflächentemperatur. Viele Rote Zwergsterne, wie auch Proxima Centauri, sind anders als Ross 128 so aktiv, dass sie die umkreisenden Planeten immer wieder in tödliche Ultraviolett- und Röntgenstrahlung tauchen. Noch befindet sich Ross 128 elf Lichtjahre von der Erde entfernt. Doch er bewegt sich auf uns zu und wird in "nur" 79.000 Jahren - was kosmisch gesehen ein Klacks ist - unser nächster Nachbar werden und Proxima b auf den zweiten Platz verweisen.

    Jetzt hoffen die Wissenschaftler auf das Extremely Large Telescope der ESO, um die Astmosphäre dieser nächsten Exoplaneten genauer zu untersuchen. Findet man in deren Zusammensetzung Sauerstoff, wäre das ein nächster großer Schritt.