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Schadsoftware AdultSwine lädt Porno-Werbung in Kinder-Apps | BR24

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    Schadsoftware AdultSwine lädt Porno-Werbung in Kinder-Apps

    Eltern aufgepasst: Forscher haben im Google Play Store 60 Kinder-Apps entdeckt, die Malware auf Android-Handys schmuggeln. Wer eine der Apps heruntergeladen hat, sollte aktiv werden. Von Jasmin Körber

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    "AdultSwine" nennen die Forscher ihre Entdeckung. Die Apps, in denen sie die , scheinen auf den ersten Blick harmlos: Autorennspiele, Malspiele, oder Spiele, die klingen als gehörten sie zu Kinderklassikern wie Spongebob, Lego Star Wars oder Angry Birds. Die Zielgruppe ist klar: Kinder. Aber anstatt von Spielen bekommen die Kleinen in Wahrheit Schadsoftware, die sich in den Apps versteckt hat.

    Porno-Werbung und Abofalle

    Hat man eine der Apps heruntergeladen, nimmt sie im Hintergrund Kontakt zu ihrem Server auf – und treibt dann mit dem Telefon Schabernack. Die Malware lädt zum Beispiel Werbebanner von Porno-Anbietern herunter und legt sie über die reguläre Werbung anderer Apps. Oder sie behauptet, das Smartphone sei von einem Virus befallen und müsse ganz dringend mit einer "Security-App" gesäubert werden. Oder sie lässt ein Gewinnspiel aufploppen, das dem Nutzer ein iPhone verspricht. Wenn er dann seine Telefonnummer zur Gewinnübermittlung eintippt, wird ihm ein überteuerter Abo-Dienst angedreht. Schadsoftware wie diese ist schon für Erwachsene oft schwierig zu durchschauen. Schadsoftware, die Kinder ins Visier nimmt, erscheint besonders perfide.

    Schad-Apps dringend vom Handy löschen

    Google hat die betroffenen Apps zwar mittlerweile aus seinem Store entfernt, Entwarnung gibt es aber noch nicht: Vorher wurden die betrügerischen Apps zwischen 3 und 7 Millionen Mal heruntergeladen. Wer sie noch auf seinem Handy hat, sollte sie schleunigst von seinem Gerät löschen, denn die Schad-Apps bleiben weiterhin aktiv. Die Forscher haben deshalb eine veröffentlicht. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die Macher mit dem gleichen Trick neue Malware im Play Store platzieren könnten. Eltern sollten deshalb genau darauf achten, welche Apps ihre Kinder aus dem App-Store herunterladen.