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Radikale Änderungen bei Facebook | BR24

© dpa-Bildfunk/Rolf Vennenbernd

Blick auf die App von Facebook am 12.01.2018.

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    Radikale Änderungen bei Facebook

    Facebook-User bekommen künftig mehr Beiträge von Freunden und Familie und weniger von Firmen, Medien und Politik-Gruppen. Das hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg erklärt. Damit will sich Facebook wieder stärker auf persönliche Verbindungen ausrichten.

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    Beiträge von Facebook-Seiten (wie 9GAG, der Tagesschau oder Postillon) werden zwar weiterhin in den Newsfeed der User geladen - aber bevorzugt dann, wenn der sich mit seinen Freunden über den jeweiligen Post austauscht. Zugleich können die Inhalte-Anbieter Platz im Nachrichtenstrom der Nutzer über Facebooks Anzeigenplattform kaufen. Mit anderen Worten: Facebook will in diesem Bereich mehr Geld einnehmen.

    Für viele Unternehmen und Medien dürften die Änderungen einen radikalen Einschnitt bedeuten. Facebook hatte in den vergangenen Jahren eigentlich versucht, verstärkt zu einer Plattform für Medieninhalte zu werden. Viele Medien und Marken setzen darauf, Menschen über Facebook zu erreichen - schließlich hat das Online-Netzwerk weltweit mehr als zwei Milliarden Mitglieder.

    Facebook will "gut für das Wohlbefinden werden"

    Ein Grund für die Rolle rückwärts bei Facebook sind anscheinend auch neue Studien: Kontakte über soziale Medien mit Menschen, die einem wichtig sind, sollen gut für das Wohlbefinden sein. "Demgegenüber kann das passive Lesen von Artikeln oder das Anschauen von Videos - selbst wenn sie unterhaltsam oder informativ sind - nicht so gut sein", sagt Zuckerberg. 

    "Facebook fühlt eine Verantwortung dafür, dass Dienste des Netzwerks gut für das Wohlbefinden sind. Ich rechne damit, dass mit den Änderungen Menschen weniger Zeit bei Facebook verbringen. Aber ich erwarte auch, dass die bei Facebook verbrachte Zeit wertvoller sein wird." (Mark Zuckerberg, Facebook-Chef)