Zurück zur Startseite
Kultur
Zurück zur Startseite
Kultur

Im Cannes-Wettbewerb: Die BR-Koproduktion "Little Joe" | BR24

© kinokino

kinokino über "Little Joe" von Jessica Hausner (Videokritik)

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Im Cannes-Wettbewerb: Die BR-Koproduktion "Little Joe"

Die Österreicherin Jessica Hausner hat eine BR-Koproduktion im Cannes-Wettbewerb 2019. "Little Joe" ist ein Sci-Fi-Film, bei dem es aber nicht um Welten der Zukunft geht, sondern vor allem um Frauen von heute.

Per Mail sharen
Teilen

"Little Joe" - Über eine Blume, die glücklich machen soll ... und alles verändert

Standing Ovations im Grand Théatre Lumiere von Cannes, als Jessica Hausner und ihr Team den Kinosaal betreten. Ihre BR-Koproduktion "Little Joe" kämpft im Wettbewerb des größten Filmfestivals der Welt um die Goldene Palme. Schon vorab gab das Festival bekannt, es handele sich bei "Little Joe" um einen Science-Fiction-Film. Wer allerdings große Effekte oder gar Horror erwartet, liegt falsch.

Eine Frau (Emily Beecham) im Kampf mit Job und Mutterdasein

Im Zentrum steht eine junge Frau (stark gespielt von Emily Beecham), die den Job als Wissenschaftlerin und ihre Rolle als Mutter unter einen Hut bekommen muss. Die talentierte Biologin hat pikanterweise eine Blume entwickelt, deren Pollen glücklich machen. Und schenkt diese heimlich ihrem Sohn. Die Blume soll der Firma auf dem Markt den Durchbruch bringen. Doch was keiner geahnt hat, die Pollen der Blume verändern den, der sie einatmet. Zuerst geschieht das dem Hund einer Kollegin - der reagiert fortan äußerst aggressiv auf sein Frauchen.

Vielschichtig und konzentriert

Jessica Hausners "Little Joe" ist ein Science-Fiction-Thriller, gewiss, aber als solcher sehr reduziert, konzentiert. Denn es geht um viel mehr als eine gruselige Blume. Hausner betrachtet vielschichtig die Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft. Ihre Stellung, ihre Konflikte, ihre Ängste. Auf den ersten Blick ist das filmische Erlebnis etwas sperrig. Doch wirkt "Little Joe" lange nach, regt zur Diskussion an. Und das ist nichts Schlechtes.

Mehr Kino? Hier geht’s zu kinokino in der BR-Mediathek. Noch mehr Kino? Mit dem BR-Kino-Newsletter verpasst ihr keinen guten Film mehr!