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Krisen-Theater: Berliner Volksbühne hofft auf Leander Haussmann | BR24

© dpa

Berliner Volksbühne

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    Krisen-Theater: Berliner Volksbühne hofft auf Leander Haussmann

    Regisseur Leander Haussmann soll die krisengeschüttelte Berliner Volksbühne mit einem "Staatssicherheitstheater" auf Vordermann bringen: Er kündigte eine Komödie um "Verrat und Liebe" an und wittert die "Stunde der Dilettanten".

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    Derzeit wird die Volksbühne übergangsweise von Klaus Dörr geleitet. Der bisherige Stuttgarter Theatermacher soll bis Sommer 2020 bleiben und das Haus wieder in die "Spur" bringen. Zuvor hatte der in Berlin heftig angefeindete Chris Dercon als Nachfolger des langjährigen Intendanten Frank Castorf entnervt seinen Posten aufgegeben. Die Auslastung war katastrophal, das Konzept unklar, die Finanzierung nicht gesichert. Das große Haus stand damit vor dem „Nichts“. Um das drohende Vakuum zu füllen, kündigte die Intendanz bis Ende Januar 2019 eine Art „Notprogramm“ an. Demnach werden vier Uraufführungen zu sehen sein, darunter Leander Haussmanns „Staatssicherheitstheater“. Genaueres wurde nicht bekannt, allerdings kündigte der Starregisseur an, den „Schrebergarten der Stasi“ umgraben zu wollen und daraus eine Komödie zu machen.

    "Drei Milliarden Schwestern"

    Eröffnungspremiere der kommenden Spielzeit soll am 12. September die Uraufführung eines Tanzabends nach den „sechs Brandenburgischen Konzerten“ von Anne Teresa De Keersmaeker sein. Außerdem ist der Abend „Drei Milliarden Schwestern“ nach Anton Tschechow geplant, eine Opernentwicklung von Bonn Park und Ben Roessler. Susanne Kennedy, die bereits mit Chris Dercon zusammenarbeitete, kündigte eine „installative Performance“ an. Christian Filips soll ein „Funkoratorium“ nach einem Text von Calderon de la Barca und einer Komposition von Bernd Alois Zimmermann unter dem Titel „Des Menschen Unterhaltsprozess gegen Gott“ auf den Weg bringen. Koproduktionen sind mit dem Schauspiel Stuttgart und Bochum ins Auge gefasst, aus Hamburg und Hannover kommen Gastspiele.