ARTE/BR-Co-Produktion "Herren": Von links: Ezequiel (Tyron Ricketts), Reynaldo (Komi Mizrajim Togbonou) und Jason (Nyamandi Adrian).

ARTE/BR-Co-Produktion "Herren": Von links: Ezequiel (Tyron Ricketts), Reynaldo (Komi Mizrajim Togbonou) und Jason (Nyamandi Adrian).

Bildrechte: ARTE/BR/cinemanegro Filmproduktion /kineo Filmproduktion /Frédéric Batier
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    Bunt statt Schwarz-Weiß – Mehr Vielfalt im Film

    Bunt statt Schwarz-Weiß – Mehr Vielfalt im Film

    Wie gut bilden Filme die Vielfalt in unserer Gesellschaft ab? Eine aktuelle Studie zeichnet kein rosiges Bild. Wie es gelingen kann, mehr Diversität vor und hinter die Kamera zu bringen, das diskutiert der BR in einem Online-Panel mit dem Publikum.

    Diversität im Film? Eine aktuelle Studie weist aus: Mehr als drei Viertel der Befragten finden, dass etwa arabische, muslimische und Schwarze Menschen oder auch Personen mit niedrigem sozialen Status überwiegend stereotyp dargestellt werden.

    Filme sind ein Spiegel der Gesellschaft: Je vielfältiger die Menschen sind, deren Geschichten wir erleben, desto spannender ist es, in fremde Welten einzutauchen. Die Faszination andere Kulturen zu erleben und die unterschiedlichsten Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten, ihr Glück und ihr Scheitern mitzufühlen – die Vielfalt in den Filmstoffen garantiert Kassenerfolge. Doch nicht alle Filme bilden die Lebensrealität ab.

    Ergebnis der Studie: Zu viele Klischees

    Die erste umfassende Umfrage zu Vielfalt und Diskriminierung in der deutschen Film- und Fernsehbranche wurde im größten Netzwerk deutscher Filmschaffenden, der Branchenplattform Crew United, durchgeführt und kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Es gibt immer noch zu viele Stereotype bei der Darstellung und zu wenige inklusive und diverse Themen in den filmischen Stoffen. Auch sind Klischees über Frauen, People of Color, über queere oder trans Menschen und Personen mit Beeinträchtigungen und Behinderung noch weit verbreitet. Schauspieler:innen sehen sich dem Druck ausgesetzt, diese Stereotype darzustellen, um genügend Engagements zu bekommen.

    Branche zunehmend unter Druck

    Vom Drehbuch über die Regie bis hin zur Produktion - mehr Raum für Diversität auch bei der Ausbildung an den Filmhochschulen ist eine Voraussetzung für mehr Vielfalt bei den Plots der Nachwuchsfilmemacher:innen. Immer mehr junge Talente pochen darauf, Geschichten aus unterschiedlichsten Perspektiven zu erzählen. Die Branche gerät zunehmend unter Druck, denn in den vergangenen Jahren setzten sowohl Filmfördereinrichtungen als auch internationale Filmpreise wie die Oscars und europäische Filmfestivals wie die Berlinale immer deutlicher auf Diversität.

    Online-Panel “Bunte Welt statt Stereotype"

    Wie kann die Filmwelt vielfältiger werden: Wie gelingt es mehr Diversität bei den Geschlechtern, der sexuellen Orientierung oder bei den verschiedenen Ethnien in den fiktionalen Stoffen zu erreichen? Und welchen Beitrag leistet dazu der Bayerische Rundfunk als Auftraggeber und Produzent von diversen Filmstoffen?

    Darüber diskutieren am 18. Mai 2021, dem Diversity-Tag der ARD, in dem Online-Panel “Bunte Welt statt Stereotype - Mehr Vielfalt im Film” ab 17.30 Uhr:

    Dr. Reinhard Scolik, BR Programmdirektor Kultur

    Bettina Ricklefs, BR Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie

    Tyron Rickets, Produzent Panthertainment, Schauspieler, der an der aktuellen Vielfaltsstudie beteiligt ist

    Janine Jackowski, Produzentin Komplizen Film

    Leila Fatima, Studentin an der HFF für Dokumentarfilmregie und Fernsehpublizistik, Mitglied der BiPOC Gruppe der HFF

    Moderiert wird die Diskussion von BR-Moderatorin Özlem Sarikaya.

    Die Diskussion nutzt die Software MS-Teams.