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Verbot für Heißes und Fettiges in der Wiener U-Bahn-Linie 6 | BR24

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Verbot für Heißes und Fettiges in der Wiener U-Bahn-Linie 6

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Verbot für Heißes und Fettiges in der Wiener U-Bahn-Linie 6

Nasi-Goreng, Käsekrainer oder Leberkäs-Semmel: Wiener U-Bahn-Fahrgästen stinkt es gewaltig, dass in den Zügen gegessen wird und Gerüche herumwabern. Weil sich Beschwerden über Essensgeruch häufen, hat die Wiener Verkehrsstadträtin jetzt reagiert.

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Ab September darf in der U-Bahn-Linie U6 nicht mehr heiß und fettig gegessen werden.

"Die Mehrheit der Fahrgäste ist für ein Essverbot und im Durchschnitt ist man in der U-Bahn nicht so lange unterwegs, wie wenn man mit der Bahn fährt. Da ist man stundenlang unterwegs und gebunden, muss also im Zug essen. Das ist bei uns nicht so. Der durchschnittliche Fahrgast bei uns ist zehn Minuten in der Bahn. Diese Zeit schafft man auch ohne, dass man die Pizza oder stark riechende Speisen zu sich nehmen muss." Daniel Amann, der Pressesprecher der Wiener Linien

Wider dem Gestank nach Essen

Essensgerüche in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist in Wien ein Dauerthema, das die Gemüter erhitzt. Nach dem ersten Verbot in einer U-Bahnlinie kochte die Diskussion darüber hoch. Die starken Gerüche durch warme, fettige Speisen sind das eine Problem. Die Verschmutzung durch runtergetropfte Knoblauchsauce oder Tomaten am Boden, das andere. Mit dem Essensverbot in der meist frequentierten U-Bahn-Linie von Wien will man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

"Wenn jemand im Waggon isst und sich der Rest des Essens auf dem Fußboden verteilt oder Essensreste am Sitz hängen bleiben, dann ist das für die Fahrgäste ärgerlich. Das verursacht Kosten bzw. müssen wir das Fahrzeug zur Reinigung einziehen. Das hat viele Folgewirkungen auf den Betrieb und in weiterer Folge auch auf die Fahrgäste." Daniel Amann, der Pressesprecher der Wiener Linien

Aufklären und im Zweifel Durchgreifen

Die Wiener Linien möchten die Fahrgäste zunächst mit Durchsagen, Plakaten und Stickern für das Thema Geruchsbelästigung freundlich aber bestimmt sensibilisieren. Daniel Amann stellt aber auch klar, dass die Einhaltung des Verbots kontrolliert werde.

"Uns geht es in erster Linie mal darum, aufzuklären. Es gibt sicherlich auch den einen oder anderen, der das zum ersten Mal hört. Wir werden zunächst sehr viel in Richtung Bewusstseinsschärfung machen. Wenn es nicht eingehalten wird, können wir natürlich den Fahrgast aus der Station oder dem Fahrzeug begleiten und aussteigen lassen.“ Daniel Amann, der Pressesprecher der Wiener Linien

Nach einigen Wochen Essensverbot in der U 6 soll darüber entschieden werden, ob Heißes und Fettiges dann auch in anderen U-Bahn-Linien untersagt wird.