Bildrechte: pa / dpa / Daniel Bockwoldt

Schild "Haus zu verkaufen"

Artikel mit Bild-InhaltenBildbeitrag

Gutachter: Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter

Der Anstieg der Immobilienpreise wird sich nach Einschätzung der amtlichen Gutachterausschüsse fortsetzen. Im vergangenen Jahr hätten Käufer rund 237,5 Milliarden Euro für Gebäude und Bauflächen ausgegeben - 25 Prozent mehr als noch zwei Jahre zuvor.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Infoblock am .

Eine Trendumkehr sei "nicht in Sicht", sagte Anja Diers, Vorsitzende des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse, der rund eine Million Kaufverträge ausgewertet hat. Die Umsätze stiegen vor allem in städtischen Regionen. Ein Grund seien die nach wie vor niedrigen Zinsen, sagte Diers. Auch die Wohnungsknappheit treibe die Kauf- und Mietpreise.

Vor allem Wohnraum wird immer teurer

Etwa zwei Drittel des Geldes wurden für Wohnimmobilien ausgegeben. Vor allem selbst genutzter Wohnraum sei deutlich teurer geworden, heißt es in dem Bericht. Das zeigen zum Beispiel Verkaufspreise für gebrauchte Ein- oder Zweifamilienhäuser in der mittleren Preislage: 2016 habe ein Quadratmeter Wohnfläche im bundesweiten Mittel 1.545 Euro gekostet - 145 Euro mehr als noch 2014.

8.500 Euro pro Quadratmeter in München

Dabei gibt es regional große Unterschiede. Während Käufer in der Stadt München mit 8.500 Euro pro Quadratmeter rechnen mussten, waren es im Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt mit 380 Euro oder im thüringischen Kyffhäuserkreis mit 470 Euro deutlich weniger. Auch beim Bauland gibt es große Unterschiede und Preissteigerungen.

Keine Preis-Blase in Sicht

Es gebe vor allem in städtischen Gebieten Preisübertreibungen, sagte Diers. Die Gefahr einer Immobilienblase könne sie aber nicht erkennen. Steigende Preise seien nur ein Indikator für eine mögliche Blase. Weitere Faktoren müssten die Zunahme von spekulativen Käufen und unter Umständen Finanzierungsprobleme sein. Das sei so am deutschen Markt aber nicht erkennbar, sagte Diers.