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Getötete Wildschweine

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Bauern und Landkreise fordern stärkere Schweinepest-Vorsorge

Bauernverband und Landkreistag fordern mehr Vorsorge gegen die Afrikanische Schweinepest. Heute will sich Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) mit Vertretern der Länder und betroffener Branchen zu einer "Präventionskonferenz" treffen.

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"Es ist zwingend notwendig, die Präventionsmaßnahmen massiv auszuweiten, um die dramatischen Auswirkungen eines Seuchenausbruchs und eine Einschleppung nach Deutschland zu verhindern", heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier von Deutschem Bauernverband und Landkreistag.

Wie bereits an den Autobahnen müsse es auch an allen Parkplätzen und Raststätten von Bundes- und Landesstraßen "ausreichend standsichere und vor Wildtieren und Vögeln verschlossene Müllbehälter" geben, heißt es in dem Papier . Nötig seien "risikobasierte Kontrollen auf Lebensmitteleinfuhren" an den Grenzkontrollstellen von Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen sowie für Pkw-Reisende. Hintergrund ist, dass der in Osteuropa auftretende Erreger durch dort gekaufte Wurstwaren eingeschleppt werden könnte - wenn etwa Wildschweine weggeworfene Lebensmittelreste fressen.

Mehr Wildschweine abschießen

Bauernverband und Landkreistag mahnen nun auch weitere Jagd-Erleichterungen zur Reduzierung des Wildschweinbestands an. Schweinehalter befürchten bei einem Seuchen-Ausbruch in Deutschland schwere Einbußen. Ohne dass ein einziges Hausschwein erkrankt sei, hätte schon der erste Fall bei Wildschweinen erhebliche Konsequenzen, warnen Bauernverband und Landkreistag - etwa Einfuhrsperren wichtiger Zielländer für Exporte.

In der vergangenen Woche hatte das Kabinett stärkere Schutzvorkehrungen beschlossen. Die für Menschen ungefährliche Erkrankung verläuft bei Haus- und Wildschweinen fast immer tödlich. Einen Impfstoff gibt es nicht.