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Sonntag, 29. Juli: Das war der Tag | BR24

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    Sonntag, 29. Juli: Das war der Tag

    Münchner Flughafen kehrt langsam zur Normalität zurück +++ ICE muss bei Aschaffenburg gestoppt werden +++ Volkacher stimmen gegen neues Hotel +++ Winterkorns Anwalt prüft Schritte gegen Staatsanwaltschaft +++ Thomas gewinnt Tour de France

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    Auch am Tag nach der Sicherheitspanne hat es am Münchner Flughafen erhebliche Behinderungen und Verzögerungen gegeben. 30 Flüge wurden heute annulliert, den ganzen Tag über standen Passagiere zudem in langen Warteschlangen an den Umbuchungs- und Serviceschaltern im Terminal 2. Gestern konnten 2.000 Fluggäste ihre Reise gestern nicht mehr antreten und mussten heute umgebucht werden. Der Flughafen zeigte sich zuversichtlich, bis zum späten Abend einen Großteil der gestrandeten Passagiere ans Ziel zu bringen. Vorsorglich stehen aber Feldbetten bereit.

    Und auch für einige Zugreisende ging es heute nicht reibungslos vorwärts: Ein ICE wurde auf dem Weg von Würzburg nach Frankfurt in Aschaffenburg gestoppt, weil an Bord eine undefinierbare Substanz in einer Petri-Schale gefunden wurde. Auch ein Teil des Hauptbahnhofs musste für den Polizeieinsatz gesperrt werden. Der betroffene Wagon wurde abgekoppelt und Feuerwehrkräfte in Schutzanzügen stellten die Petri-Schale sicher. Die Bundespolizei nahm die Personalien der Passagiere auf und bat sie, sich bei gesundheitlichen Problemen sofort zu melden. Da das bisher aber niemand tat, gehen die Einsatzkräfte derzeit nicht davon aus, dass es sich um eine gefährliche Substanz handelt.

    In der Main-Schleife im unterfränkischen Volkach wird kein neues Hotel gebaut. Das haben die Bewohner der 9.000-Einwohner-Stadt per Bürgerentscheid bestimmt. 3.200 Menschen stimmten gegen das Projekt, bei insgesamt 4.200 abgegebenen Stimmen entspricht das etwa 80 Prozent. Eine Winzerfamilie aus dem Ort wollte zwischen Autobrücke über den Main und dem Campingplatz ein Design-Hotel errichten, um auf die steigenden Gästezahlen in der Region zu reagieren. Naturschützer und Bürger wollen das Landschaftsschutz- und Hochwassergebiet aber lieber anderweitig aufwerten. 

    Der Anwalt von Ex-VW-Chef Martin Winterkorn, Felix Dörr, prüft juristische Schritte gegen die Braunschweiger Staatsanwaltschaft. Der Deutschen Presseagentur sagte Dörr, er erwäge, Strafanzeige wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen zu stellen. Hintergrund ist ein Fund in den Ermittlungsakten der Behörde zum Abgasskandal, aus denen die "Bild am Sonntag" zitiert. Demnach gibt es auch Steuerermittlungen gegen Winterkorn. Die Rede ist von Millionen-Überweisungen auf Schweizer Konten. Dazu sagte Dörr, Angaben über persönliche Vermögensverhältnisse und Steuerfragen hätten in den Akten zu den Abgas-Ermittlungen nichts zu suchen.

    Die Briten konnten heute zwei sportliche Erfolge feiern. Geraint Thomas gewann als erster Waliser die Tour de France. Den Sieg bei der letzten Etappe auf den Champs-Élysées sicherte sich aber der Norweger Alexander Kristoff, vor dem deutschen Radprofi John Degenkolb. Und Formel-1-Pilot Lewis Hamilton holte sich den Sieg beim Großen Preis von Ungarn. Der Mercedes-Pilot kam vor Sebastian Vettel im Ferrari ins Ziel und baute damit den Vorsprung in der Gesamtwertung auf den Deutschen auf 24 Zähler aus.