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Freitag, 20. April: Das war der Tag | BR24

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    Freitag, 20. April: Das war der Tag

    Bündnis und Großdemo gegen PAG +++ BAMF-Mitarbeiterin unter Korruptionsverdacht +++ 53 Verletzte bei Zugunfall in Salzburg +++ Urteil: Schütze von Unterföhring muss in Psychiatrie +++ Sport: Red Bull München vor Meisterschaft, Fürth nur Remis

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    In der Nürnberger Südstadt fand am Abend eine Großdemonstration gegen das geplante bayerische Polizeiaufgabengesetz (PAG) statt. Zur Demonstration aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus mehr als 40 zivilgesellschaftlichen Organisationen, das sich am Vormittag zusammengeschlossen hatte. Auch die bayerische SPD, die FDP, die Linkspartei und die Grünen kündigten an, sich daran zu beteiligen. Die Initiatoren kritisieren, dass das neue Gesetz die Freiheits- und Bürgerrechte in Bayern bedrohe. Es würde der Polizei erlauben, in die Privatsphäre der Bürger einzugreifen, noch bevor eine konkrete Gefahr besteht. Die CSU, die Polizei und das Innenministerium weisen diese Kritik als unberechtigt zurück. Innenminister Herrmann warf den PAG-Gegnern bewusste Fehlinformation der Bevölkerung vor.

    Die Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass sie Korruptionsvorwürfen bei einer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nachgeht. Nach Angaben der Ermittler soll die ehemalige Leiterin der Behörde in Bremen dafür gesorgt haben, dass mindestens 1.200 Asylbewerber einen positiven Bescheid bekamen - obwohl die Voraussetzungen nicht gegeben waren. Die Frau wurde suspendiert. Unter Verdacht stehen auch drei Rechtsanwälte, ein Dolmetscher und ein Vermittler. Auch das BAMF in Nürnberg bestätigte, dass gegen die Außenstelle der Behörde in Bremen ermittelt wird. Man habe Strafanzeige gestellt, heißt es in einer Stellungnahme.

    Nach dem Zugunfall am Salzburger Hauptbahnhof haben die Rettungskräfte Bilanz gezogen. 53 Menschen wurden demnach leicht verletzt. Eine Frau musste allerdings nach einem Milzriss und Rippenbrüchen operiert werden, berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA. Die anderen Verletzten hatten offenbar hauptsächlich Platzwunden und Prellungen - und konnten die Krankenhäuser inzwischen wieder verlassen. Eine Rangierlok mit Waggons des Nachtzugs aus Venedig war in der Früh aus unbekannter Ursache auf Waggons eines Nachtzugs aus Zürich aufgefahren.

    Im Prozess um die Schüsse am S-Bahnhof Unterföhring ist das Urteil gefallen. Der 38-jährige Mann, der vor einem knappen Jahr eine Beamtin in den Kopf geschossen hatte, erhält keine Gefängnisstrafe, sondern wird in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Gutachter hatten dem Mann eine paranoide Schizophrenie bescheinigt. Die aus Sachsen stammende 27-jährige Polizistin liegt immer noch im Wachkoma. Der verurteilte Täter hatte auf dem S-Bahnhof während einer Rangelei mit Polizisten auch zwei Passanten angeschossen.

    Sportlich gab es für die bayerischen Teams gemischte Ergebnisse: Im Eishockey gewann Red Bull München bei den Eisbären Berlin mit 4:2. In der Finalserie der DEL-Playoffs steht es nun 3:1 – die Münchner brauchen nur noch einen Sieg für den dritten Titel in Folge. In der zweiten Fußball-Bundesliga kam Greuther Fürth dagegen zu Hause nur zu einem 1:1 gegen Bochum. Damit verpassten die Mittelfranken einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Als nun Zwölfter hat die Spielvereinigung nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.