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Zu wenige Bewerber beim Bundesfreiwilligendienst | BR24

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Bufdi Viola Bichlmaier (l.) beim Spaziergang mit Betreuten.

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Zu wenige Bewerber beim Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst sollte fehlende Zivi-Stellen auffangen, die durch die abgeschaffte Wehrpflicht 2011 wegfielen. Doch bei vielen sozialen Einrichtungen fehlen Bewerber für den Bundesfreiwilligendienst, zum Beispiel in Altötting.

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Von zehn Vollzeitstellen konnte die soziale Einrichtung "Ruperti Werkstätten" in Altötting für den Dienstbeginn im September bisher nur eine halbe Stelle besetzen. Für die Betreuer der Werkstatt für Menschen mit Behinderung ist das ein schwerer Einschnitt.

Wichtige Helfer in der Behindertenwerkstatt

Die sogenannten Bufdis sind zwar keine zusätzlichen Arbeitskräfte, aber nur mit ihrer Hilfe können die Betreuer in den Ruperti-Werkstätten Aktivitäten anbieten, die über Pflichtaufgaben hinausgehen – wie beispielsweise ein Spaziergang zum Supermarkt oder gemeinsames Töpfern. Ohne die Bufdis könnten die Betreuer die zusätzlichen Programmpunkte nicht mehr stemmen.  

Bundesfreiwilligendienst als "Lücke im Lebenslauf"?

Experten begründen das mangelnde Interesse unter anderem mit der guten Arbeitsmarktlage und einem Leistungsdruck bei jungen Erwachsenen. Der Bundesfreiwilligendienst steht einer leistungsorientierten Gesellschaft eher als Kontrast gegenüber und wird mehr als Lücke im Lebenslauf betrachtet.

Audio: Warum hören so viele Bufdis auf?

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Der Bundesfreiwilligendienst sollte fehlende Zivi-Stellen auffangen, die durch die abgeschaffte Wehrpflicht 2011 wegfielen. Doch bei vielen sozialen Einrichtungen fehlen Bewerber für den Bundesfreiwilligendienst. Und sehr viele brechen den Dienst ab.