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PET-Flaschen: In Aicha vorm Wald werden jedes Jahr bis zu 100.000 Tonnen verarbeitet.
© picture alliance / Keystone / J. Zwick

Autoren

Martin Gruber
Uli Scherr
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PET-Flaschen: In Aicha vorm Wald werden jedes Jahr bis zu 100.000 Tonnen verarbeitet.

Seit Jahren steht die Recyclingfirma STF in Aicha vorm Wald unter Beobachtung wegen möglicher Verstöße gegen Bau- und Umweltrecht. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Details wollen die Justizbehörden aber erst kommende Woche veröffentlichen.

STF sorgt immer wieder für Schlagzeilen

STF zerkleinert im Jahr mehr als 100.000 Tonnen PET-Flaschen für die Wiederverwertung und sorgt immer wieder für Negativschlagzeilen. Der Recycler steht unter anderem im Verdacht, über viele Jahre auf Kosten der Allgemeinheit riesige Mengen Abwasser in die örtliche Kläranlage eingeleitet zu haben. Massenweise Plastikschnipsel sollen auf einem Grundstück neben dem Firmengelände gelandet sein, bedenklicher Klärschlamm wurde angeblich auf Feldern in der Umgebung ausgebracht. Dazu kommen nicht genehmigte Bauten.

Teile der Anlage zwangsstillgelegt

Naturschützer, eine Bürgerinitiative und Anwohner machen seit Jahren mobil. Sie kritisieren nicht nur das Unternehmen aus Aicha scharf, sondern werfen auch den Behörden Untätigkeit vor. Immerhin hat das Landratsamt vor einem Jahr Teile der Anlage zwangsstillgelegt.

Die Firma STF ist nach eigenen Angaben Europas größter PET-Flaschen-Recycler. Das Unternehmen beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. 

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Martin Gruber
Uli Scherr

Sendung

BAYERN 1 am Vormittag vom 07.03.2018 - 10:30 Uhr