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Tote Schweine von Gelchsheim: Bauer erhält Frist bei Entsorgung | BR24

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    Tote Schweine von Gelchsheim: Bauer erhält Frist bei Entsorgung

    Das Landratsamt Würzburg hat heute die Entsorgung von 2.000 verendeten Schweinen aus einem Stall bei Gelchsheim eingeleitet. Der Landwirt muss bis zum 2. Mai die Beseitigung der Kadaver und der Gülle sowie die Reinigung des Stalls organisieren.

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    Laut Landratsamt wurde dem Halter zur Auflage gemacht, bis zum 2. Mai einen Auftrag zur Beseitigung der Tierkadaver sowie der vorhandenen Gülle an eine geeignete Fachfirma zu vergeben. Außerdem sind die Stallungen fachgerecht zu reinigen und zu desinfizieren. Wann die Arbeiten dann tatsächlich anlaufen, müsse noch abgewartet werden.


    Nach Ablauf der Frist sorgt das Landratsamt selbst für eine Entsorgung

    Grundsätzlich ist der Landwirt zur Entsorgung verpflichtet, so das Landratsamt. Sollte die Beauftragung bis zum 2. Mai 2018 nicht erfolgt sein, komme eine Ersatzvornahme durch die Behörde in Betracht. Die Räumung der Ställe wird nach Einschätzung der Behörden etwa zwei Wochen dauern. Die technischen Anlagen in den Stallungen bleiben während dieser Zeit weiterhin versiegelt, so das Landratsamt.


    Ermittler untersuchen Todesursache und Todeszeitpunkt der Tiere

    Aktuell werden sowohl die polizeilichen Ermittlungen als auch die Untersuchungen beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weiter vorangetrieben. Ob sich durch die pathologischen Untersuchungen die genaue Todesursache beziehungsweise der Todeszeitpunkt der Tiere klären lässt, bleibe laut Landratsamt abzuwarten. Die Tiere hätten sich in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand befunden, als der Skandal in der ersten Aprilwoche entdeckt wurde. Nach Angaben des Landwirts waren die 2.000 Schweine schon im November 2017 verendet. Zu den Ursachen machte der Landwirt bislang keine Angaben.