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Möglicher Abrechnungsbetrug: Razzia am Klinikum Aschaffenburg | BR24

© picture-alliance/dpa

Polizeifahrzeuge

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    Möglicher Abrechnungsbetrug: Razzia am Klinikum Aschaffenburg

    Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau soll jahrelang zu viel abgerechnet haben. Ein früherer Mitarbeiter hatte eine Krankenkasse informiert. Die Kriminalpolizei durchsuchte deshalb gestern die Klinik und ermittelt nun wegen möglichen Abrechnungsbetrugs.

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    Auf richterlichen Beschluss durchsuchten Wirtschafts- und IT-Spezialisten der Kriminalpolizeiinspektionen Würzburg und Aschaffenburg zusammen mit Vertretern der Staatsanwaltschaft Hof am gestrigen Dienstag die Verwaltungsräume des Klinikums in Aschaffenburg. Das gesamte Klinikpersonal – insbesondere die Krankenhausleitung – habe sich äußerst kooperativ gezeigt und bereit, bei der Aufklärung des Sachverhalts mitzuwirken. Bei der Durchsuchungsaktion sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, überwiegend in elektronischer Form. Die Auswertung und damit verbundene Folgeermittlungen werden nun einige Zeit in Anspruch nehmen, so Polizei und Staatsanwaltschaft in ihrer gemeinsamen Erklärung.

    Polizei überprüft Fälle aus den Jahren 2013 bis 2017

    Die Razzia geschah aufgrund des Verdachts auf Abrechnungsbetrug. Wie die Ermittlungsbehörden heute mitteilten, hatte ein ehemaliger Mitarbeiter der Klinikverwaltung in Aschaffenburg eine Krankenkasse über Unregelmäßigkeiten im Bereich von intensiv-medizinischen Leistungen informiert. Das teilte die Kasse dann der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen in Hof mit. Dem Informanten zufolge sollen Leistungen von 2013 bis 2017 in nicht berechtigter Höhe abgerechnet worden sein. Das Wohl von Patienten sei nach derzeitigem Erkenntnisstand jedoch in keiner Weise beeinträchtig worden.