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Kempten gibt Kampf gegen Krähen auf | BR24

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Krähenschwarm auf dem Feld

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    Kempten gibt Kampf gegen Krähen auf

    Sie beweisen ganz schönes Durchhaltevermögen: Wenn sich Krähen einmal an einem Ort niedergelassen haben, wird man sie schwer wieder los. Diese Erfahrung machen gerade zwei Städte in Schwaben - Asbach-Bäumenheim und Kempten.

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    Im Kemptener Stadtpark die wärmende Frühlingssonne und ein Stück idyllische Natur genießen? Fehlanzeige, zumindest was die Idylle betrifft. Denn derzeit wird es dort wieder laut, und zwar dank tierischer Besucher: Die Krähen haben ihre Nester bezogen und brüten. Rund 400 Nester sind es dieses Jahr.

    Gipseier, Drohnen und Uhu-Attrappe ohne Erfolg

    Schon viel hat die Stadt Kempten versucht, um den Krähen den Aufenthalt im Stadtpark zu verleiden. Die Eier in den Nestern wurden durch Gipseier ersetzt, auch ganze Nester wurden schon entfernt. Eine Uhu-Attrappe sollte die Vögel vertreiben und sogar eine Drohne war im Einsatz: Raubvogelgeräusche sollten dabei helfen die Krähen loszuwerden.

    Krähen nicht beeindruckt

    Genutzt hat das alles nicht viel: Statt rund 450 Nestern 2016 sind es jetzt etwa 400. Dieses Frühjahr hat die Stadt auf alle Vergrämungsmaßnahmen verzichtet. Die Saatkrähe ist und bleibt eben ein geschützter Vogel heißt es bei der Stadt und durch das Vergrämen suchten sich die Tiere nur neue Nistplätze – und auch dort gibt es dann bestimmt Beschwerden.

    700 Paare im Meypark

    In Asbach-Bäumenheim versucht man, die Krähe mit der Eule loszuwerden: Momentan sind im Meypark Eulenkästen aufgehängt. Die Hoffnung war, dass die Krähen durch die Eulen vertrieben würden.

    Krähen nehmen sogar noch zu

    Allerdings sind es heuer sogar noch mehr Krähenpaare, als im vergangenen Jahr, meint Bürgermeister Martin Paninka. Nach einer offiziellen Zählung brüteten letztes Jahr 700 Paare in Asbach-Bäumenheim. Heuer könnten es laut Paninka doppelt so viele sein. Bald soll wieder gezählt werden, aber spätestens im nächsten Jahr muss etwas passieren, findet der Bürgermeister. Momentan sei man mit der Regierung von Schwaben über weitere Maßnahmen im Gespräch.